Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Ich hatte doch gerade einen Kaffee. Diese Feststellung ist meistens der Beginn einer erstaunlich umfangreichen Suchaktion. ☕️😂
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Montag, der 12. Oktober 2026.
Ich mache mir morgens einen Kaffee.
Bis hierhin ist alles vollkommen unter Kontrolle.
Kaffee in die Tasse, vielleicht noch Milch dazu, Tasse nehmen und los.
Dann klingelt vielleicht das Handy. Oder ich sehe etwas, das ich noch schnell erledigen möchte. Ich gehe ins Büro, zurück in die Küche, vielleicht kurz ins Wohnzimmer.
Ein paar Minuten später sitze ich am Schreibtisch.
Und plötzlich kommt dieser Gedanke:
Ich hatte doch einen Kaffee.
Stimmt.
Hatte ich.
Nur wo?
Also schaue ich neben den Rechner.
Nichts.
Vielleicht habe ich ihn in der Küche stehen lassen.
Aufstehen. Küche.
Nichts.
Jetzt wird es interessant.
Denn irgendwo zwischen Kaffeemaschine und Schreibtisch muss ich eine volle Tasse Kaffee verloren haben.
Das sollte eigentlich nicht möglich sein. 😂
Also beginnt die Rekonstruktion.
Ich habe den Kaffee gemacht.
Dann war ich …
Wo war ich eigentlich?
Vielleicht steht er im Wohnzimmer.
Nein.
Auf der Fensterbank?
Auch nicht.
Im Bad?
Warum sollte ich meinen Kaffee ins Bad mitnehmen?
Andererseits befinden wir uns inzwischen in einer Situation, in der nichts mehr ausgeschlossen werden sollte.
😂
Und dann findet man ihn.
Natürlich an einem Ort, an dem man bereits zweimal vorbeigelaufen ist.
Da steht er.
Vollkommen unschuldig.
Als wäre nichts gewesen.
Das eigentliche Problem ist nur:
Der Kaffee ist inzwischen kalt.
Natürlich.
Während ich zehn Minuten nach ihm gesucht habe, hat er seine ursprüngliche Aufgabe offenbar aufgegeben und sich in ein Kaltgetränk verwandelt.
Bei Eiskaffee wäre das Absicht.
Hier eher nicht.
☕️😂
Ich frage mich manchmal, warum solche Dinge überhaupt passieren.
Man nimmt etwas in die Hand und ist im nächsten Moment gedanklich schon bei etwas völlig anderem.
Der Körper stellt die Tasse irgendwo ab.
Der Kopf bekommt davon offenbar keine Mitteilung.
Und genau das passiert nicht nur mit Kaffee.
Das Handy liegt plötzlich irgendwo.
Die Brille.
Der Schlüssel.
Ein Kugelschreiber.
Manchmal gehe ich sogar in einen Raum und weiß dort angekommen nicht mehr, warum ich überhaupt hingegangen bin.
Dann steht man da.
Schaut sich um.
Vielleicht liefert die Umgebung irgendeinen Hinweis.
Tut sie nicht.
Also geht man zurück.
Und meistens fällt einem genau dann wieder ein, was man eigentlich wollte.
Unser Kopf ist schon ein bemerkenswertes System.
😂
Vielleicht liegt es einfach daran, dass wir morgens oft schon ziemlich viel gleichzeitig denken.
Der Tag beginnt und im Kopf läuft längst die Liste.
Was muss heute erledigt werden?
Welche Termine stehen an?
Wem muss ich schreiben?
Was darf ich nicht vergessen?
Und während der Kopf schon beim dritten Punkt ist, steht der Kaffee irgendwo zwischen Punkt eins und zwei.
Vergessen.
Dabei war er eigentlich als Unterstützung für genau diesen Kopf gedacht.
Ein tragischer Kreislauf.
Vielleicht sollten wir gerade morgens deshalb manchmal etwas weniger gleichzeitig machen.
Kaffee machen.
Kaffee nehmen.
Hinsetzen.
Kaffee trinken.
Eigentlich ein erstaunlich einfaches Konzept.
Wir schaffen es nur zuverlässig, daraus ein kleines Organisationsprojekt zu machen.
Und wenn Du heute Morgen Deine Tasse bereits zweimal irgendwo abgestellt und wiedergefunden hast:
Keine Sorge.
Du bist nicht allein.
Vielleicht gehört das einfach zum Montag.
💡 Tipp des Tages:
Wenn Du Dir heute einen Kaffee oder Tee machst, trink wenigstens die ersten paar Schlucke, bevor Du wieder zehn andere Dinge gleichzeitig anfängst. Das Getränk hat schließlich auch Gefühle. Vermutlich.
Komm gut in diesen Montag – mit einem wachen Kopf und hoffentlich einem Kaffee, dessen Aufenthaltsort jederzeit geklärt ist.
Man liest sich.
Jürgen
PS:
Sollte ich meinen Kaffee heute wieder suchen müssen, überprüfe ich zuerst die Fensterbank. Und danach sämtliche Orte, an denen ich mir vorher absolut sicher bin, ihn niemals abgestellt zu haben. Genau dort steht er wahrscheinlich. 😂☕️
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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.
Bei Instagram und Threads teile ich Gedanken, Alltag, Sonnenmomente und das, was zwischen den Zeilen oft auch noch zu mir gehört. Ich freu mich, wenn Du vorbeischaust.


