Entlang der Ljubljanica führen Wege vorbei an den Brücken und Bauten des Architekten Jože Plečnik © www.ifeelsloevenia.com_Bogdan Kladnik

Städtetrips im Herbst

Wenn die Temperaturen milder werden und die sommerliche Hauptreisezeit vorüber ist, beginnt in Sloweniens Städten eine ruhigere Saison mit ganz eigenem Charakter. Die Straßen und Plätze sind weniger belebt als in den Sommermonaten, während der Herbst zugleich neue Erlebnisse mit sich bringt: In Ljubljana verbinden sich Kultur, Architektur und Kulinarik mit entspannten Stunden entlang der Ljubljanica, in Maribor rücken mit der Weinlese Wein und regionale Küche in den Mittelpunkt und an der Adriaküste laden Portorož und Piran zu Spaziergängen am Meer und Wellness ein. Dank der kurzen Distanzen lassen sich die unterschiedlichen Facetten des Landes auch gut miteinander verbinden. So wird aus dem klassischen Städtetrip auf Wunsch eine Reise von der Hauptstadt über die Weinregionen bis an die Adriaküste.

Ljubljana: Kreativität zwischen Plečnik und Ljubljanica

Sloweniens Hauptstadt lässt sich gut zu Fuß entdecken: Der historische Stadtkern ist weitgehend autofrei, viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Entlang der Ljubljanica führen Wege vorbei an den Brücken und Bauten des Architekten Jože Plečnik, der das Erscheinungsbild der Stadt entscheidend geprägt hat. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Drei Brücken und der zentrale Marktplatz. Über der Altstadt liegt die Burg von Ljubljana, während Museen und Galerien wie die Nationalgalerie Einblicke in die slowenische Kunst- und Kulturgeschichte geben.

2026 hat Ljubljana auch international für seine Kreativszene Aufmerksamkeit erhalten: Das Creative Tourism Network zeichnete die slowenische Hauptstadt als „Bestes kreatives Städtereiseziel Europas“ aus. Kunst, Design und Kultur sind dabei nicht nur in Museen präsent. Märkte, kleinere Galerien und Kulturorte gehören ebenso zum Stadtbild wie die Cafés und Restaurants entlang des Flusses.

Maribor: Herbsttage zwischen Drau und Weinbergen

In Maribor gehört Wein unmittelbar zur Stadtgeschichte. Im historischen Viertel Lent am Ufer der Drau wächst die mehr als 400 Jahre alte Sorte Schwarzsamtene bzw. Blauer Kölner, die im Guinness-Buch der Rekorde als älteste noch Früchte tragende Weinrebe der Welt geführt wird. Das Haus der Ältesten Weinrebe widmet ihr und zugleich der Weintradition der Region ein eigenes Museum. Von hier führen Weinrouten hinaus in die umliegende Landschaft der Štajerska, die von European Best Destinations zur „Best Wine Region in Europe 2027“ gekürt wurde. In der Bewertung setzte sich die slowenische Weinregion mit 19,5 von 20 Punkten an die Spitze der zwölf ausgewählten europäischen Weinregionen.

Besonders im Herbst wird diese Verbindung von Stadt und Wein sichtbar. Rund um die Weinlese stehen regionale Weine wie der Šipon und Spezialitäten wie der Pohorski pisker, ein traditioneller Eintopf mit Gemüse, Pilzen und Getreide, sowie die jahrhundertealte Weinbautradition im Mittelpunkt. Auch abseits der Weinrebe lohnt sich ein Besuch: Das Lent-Viertel mit seinen historischen Befestigungsanlagen erstreckt sich entlang der Drau, während Museen und Galerien wie die Kunstgalerie Maribor das kulturelle Angebot ergänzen. Wenige Kilometer vom Zentrum entfernt beginnt zudem das Pohorje-Gebirge mit Wäldern und Wanderwegen, eine Möglichkeit, den Stadtbesuch um Zeit in der Natur zu erweitern.

Piran und Portorož: Stadtgeschichte mit Meeresluft

An der nur gut 46,6 Kilometer langen slowenischen Adriaküste zeigt sich der Herbst noch einmal von einer anderen Seite. Portorož und das benachbarte Piran liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt, unterscheiden sich aber deutlich in ihrem Charakter. Piran ist geprägt von engen Gassen, venezianischer Architektur und dem Tartini-Platz; oberhalb der Altstadt stehen die St.-Georgs-Kathedrale und Reste der historischen Stadtmauer. Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Salz verbunden, das in den nahe gelegenen Salinen von Sečovlje bis heute nach traditionellen Verfahren gewonnen wird. Im benachbarten Portorož setzt sich diese Salztradition in anderer Form fort. Der Küstenort blickt auf eine lange Kur- und Wellnesstradition zurück, bei der Meerwasser, Sole und weitere Produkte aus dem Meer eine zentrale Rolle spielen. Damit bietet sich die Küste auch außerhalb der klassischen Badesaison für einen Aufenthalt an.

Mehr Informationen unter www.slovenia.info

Quelle: Slowenisches Tourismusamt

Die Angaben zu Reisezielen, Auszeichnungen und touristischen Angeboten basieren auf Informationen des Slowenischen Tourismusamts. Änderungen und Abweichungen bleiben vorbehalten.