Hey Männer,

morgen ist Halloween. Übermorgen beginnt der November.

Und ich sitze hier und frage mich ernsthaft: Wo ist eigentlich der Oktober geblieben?

Gerade eben war doch noch Sommer. Wir haben draußen gesessen, die Wärme genossen und uns darüber gefreut, dass die Abende so lange hell bleiben. Dann kam der September, irgendwann der Oktober – und jetzt stehen wir schon wieder vor den letzten beiden Monaten des Jahres.

Kürbisse vor den Haustüren, buntes Herbstlaub auf den Straßen und in den Geschäften längst die ersten Weihnachtsmänner.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Jahr plötzlich einen Gang höher geschaltet hat.

Wo ist die Zeit geblieben?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber manchmal kommt mir das Leben vor wie ein Kalender, dessen Seiten jemand heimlich immer schneller umblättert.

Montag wird Freitag. Aus einer Woche wird ein Monat. Und plötzlich stellt man fest, dass Weihnachten gar nicht mehr so weit entfernt ist.

Dabei hatte man doch noch so viel vor.

Dinge, die man erledigen wollte. Menschen, die man treffen wollte. Orte, die man besuchen wollte. Vielleicht auch einfach ein paar Tage, an denen man sich vorgenommen hatte, weniger zu arbeiten und mehr zu genießen.

Und dann ertappt man sich dabei, schon wieder auf das zu schauen, was noch nicht passiert ist.

Was man nicht geschafft hat.

Was man vielleicht auf das nächste Jahr verschieben muss.

Aber ist das wirklich der richtige Blick auf die vergangenen Monate?

Ein Jahr besteht nicht nur aus großen Ereignissen

Vielleicht sollten wir uns öfter daran erinnern, dass unser Leben nicht nur aus den besonderen Tagen besteht, die wir uns dick im Kalender markieren.

Da sind auch die kleinen Dinge.

Ein unerwartet schönes Gespräch. Ein Abend, der länger geworden ist als geplant. Ein gutes Essen. Ein Spaziergang in der Sonne. Ein Mensch, der uns zum Lachen gebracht hat.

Vielleicht auch eine Begegnung, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Oder einfach ein ganz gewöhnlicher Tag, an dem wir uns wohlgefühlt haben.

All diese Momente tauchen in keiner Jahresbilanz auf.

Und trotzdem machen sie unser Leben aus.

Ich glaube, wir unterschätzen manchmal, wie viel wir tatsächlich erleben, während wir damit beschäftigt sind, auf das nächste Ereignis zu warten.

👉 Vielleicht vergeht die Zeit gar nicht schneller. Vielleicht schauen wir nur zu oft auf das, was noch kommt, und zu selten auf das, was gerade ist.

Der November darf kommen

Natürlich wird es jetzt früher dunkel. Die Tage werden kürzer, die Jacken dicker und die Abende länger.

Und ja, ich werde die Sonne und die Wärme vermissen. Das gehört für mich einfach dazu.

Aber ich möchte den November auch nicht schon schlechtreden, bevor er überhaupt angefangen hat.

Vielleicht bringt er schöne Gespräche, gemütliche Abende, neue Ideen und kleine Überraschungen mit sich.

Vielleicht wird er ganz anders, als wir heute denken.

Und vor allem:

Das Jahr ist noch nicht vorbei.

Wir haben noch zwei ganze Monate vor uns.

Zwei Monate, in denen wir lachen, genießen, etwas erleben, Menschen begegnen und vielleicht sogar noch die eine oder andere schöne Erinnerung sammeln können.

Also, lieber Oktober:

Du warst schnell vorbei.

Vielleicht ein bisschen zu schnell.

Aber du hattest deine Momente.

Und jetzt darf der November kommen.

Ich werde nicht schon wieder darüber nachdenken, wie schnell auch er vergehen wird.

Ich möchte lieber sehen, was er mitbringt.

Denn das Leben findet nicht erst im nächsten Jahr statt. Sondern heute.

Bleib Echt. Bleib Du! 🧡
Man liest sich.
Jürgen