Hey Männer,
bevor wir heute schon wieder darüber nachdenken, was als Nächstes kommt, habe ich einen anderen Vorschlag.
Dreh dich einmal um. Nur gedanklich natürlich.
Schau auf die vergangenen Tage. Montag. Dienstag. Mittwoch. Donnerstag. Und jetzt ist Freitag.
Was war da eigentlich alles? Wir sind ziemlich gut darin, am Ende einer Woche auf das zu schauen, was nicht funktioniert hat. Die Mail, die noch beantwortet werden muss. Die Aufgabe, die liegen geblieben ist. Das Gespräch, das wir eigentlich führen wollten. Der Vorsatz, aus dem wieder einmal nichts geworden ist. Und natürlich all die Dinge, die wir nächste Woche unbedingt besser machen wollen.
Aber was ist mit dem Rest? Vielleicht hast du diese Woche keinen großen Vertrag unterschrieben. Keinen Marathon gewonnen. Keine bahnbrechende Entscheidung getroffen. Und vermutlich wird dir heute Abend auch niemand eine Medaille umhängen. Muss auch nicht sein.
Vielleicht hast du endlich etwas erledigt, das du schon lange vor dir hergeschoben hast.
Vielleicht bist du ruhig geblieben, obwohl du gerne laut geworden wärst.
Vielleicht hast du jemandem zugehört.
Vielleicht hast du eine Entscheidung getroffen, die längst fällig war.
Vielleicht hast du dir Zeit für jemanden genommen.
Oder sogar für dich selbst. Und vielleicht war diese Woche einfach verdammt anstrengend. Dann bist du trotzdem hier.
Wir sehen unsere eigenen Erfolge oft nicht
Ich glaube, wir messen Erfolg manchmal viel zu groß. Er muss sichtbar sein. Messbar. Am besten noch für andere beeindruckend. Dabei besteht unser Leben überwiegend aus den kleinen Dingen, für die niemand applaudiert.
Aus Entscheidungen.
Aus Durchhalten.
Aus Neuanfängen.
Aus einem „Nein“, wenn wir früher vielleicht „Ja“ gesagt hätten.
Und manchmal auch aus einem ganz simplen: Heute war genug.
👉 Wir sehen erstaunlich schnell, was wir nicht geschafft haben.
Was noch auf der Liste steht.
Wo wir besser hätten sein können.
Was andere scheinbar besser machen.
Aber viel zu selten sagen wir uns: Das hast du gut gemacht. Ohne gleich ein „aber“ hinterherzuschieben. Ohne den Erfolg kleiner zu machen. Ohne sofort das nächste Ziel zu suchen.
Also schau noch einmal zurück
Bevor du dieses Wochenende beginnst, nimm dir einen Moment. Keine große Wochenanalyse. Keine Tabelle. Kein neues Optimierungsprojekt. 😉
Schau einfach zurück. Auf das, was du getragen hast.
Was du geschafft hast.
Was du entschieden hast.
Was du ausgehalten hast.
Worüber du gelacht hast.
Und vielleicht auch darauf, wo du ein kleines bisschen über dich hinausgewachsen bist. Wenn du dabei nur eine einzige Sache findest, auf die du stolz sein kannst:
Dann sei es. Ohne Relativierung. Ohne „Ja, aber …“
Sei einfach mal stolz auf dich.
Du hast schließlich wieder eine ganze Woche deines Lebens gelebt.
Und das ist mehr als ein Haken auf irgendeiner To-do-Liste.
Bleib Echt. Bleib Du! 🧡
Man liest sich.
Jürgen


