Bildhinweis: KI-generierte Illustration. Gestaltung: maennerformat.

Eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studie der Dating-App Parship mit 2.894 Singles in Deutschland zeigt: Männer sind neugieriger auf neue Erfahrungen, Frauen achten stärker auf Nähe, Verbundenheit und klare Grenzen. Mit dem Alter wissen Singles zudem besser, was ihnen guttut. Besonders die 40er stehen neuen Formen der Intimität und unbekannten Sexpraktiken offen gegenüber. Sexuelle Wünsche werden aber nicht entsprechend offen angesprochen.

  • Mehr als jeder zweite Mann möchte mit einer neuen Person Intimität erleben – bei Frauen ist es weniger als jede Dritte
  • Rund 2 von 3 Singles in den 50ern wissen genau, was sie beim Sex brauchen
  • Nur 4 von 10 Singles sprechen offen über ihre sexuellen Wünsche

Im Alter wird es erst richtig spannend: Unter den 40- bis 49-Jährigen ist die Neugier auf Intimität mit einer neuen Person insgesamt am stärksten ausgeprägt. Knapp jede:r Zweite (49 Prozent) zeigt sich hier offen. Aber auch das Geschlecht prägt, wie offen Singles gegenüber neuen sexuellen Erfahrungen sind. Mehr als die Hälfte der Männer (54 Prozent) findet neue Sexpraktiken interessant – bei Frauen ist es weniger als jede Dritte (28 Prozent). Und wie sieht es mit Sex zu Dritt aus? Den wünschen sich Männer (25 Prozent) mehr als doppelt so häufig wie Frauen (11 Prozent).

Erfahrung schafft sexuelle Selbstkenntnis

Mit zunehmendem Alter wächst auch die sexuelle Selbstkenntnis: Insgesamt wissen knapp 6 von 10 Singles (57 Prozent), was sie beim Sex brauchen. In den 40ern trifft das bereits auf mehr als jede:n Zweite:n (58 Prozent) zu und in den 50ern sogar auf knapp zwei Drittel (66 Prozent). Gleichzeitig wächst in der Lebensmitte das Vertrauen in neue Intimität: In den 40ern und 50ern fühlt sich nur etwa jede dritte Person (32 Prozent) beim Kennenlernen neuer sexueller Nähe unwohl. Frauen sind bei neuer Intimität häufiger unsicher als Männer: 43 Prozent gegenüber 30 Prozent.

Sexuelle Wünsche werden klarer – aber oft wird geschwiegen

Singles kennen ihre sexuellen Bedürfnisse mit zunehmendem Alter zwar immer besser, sprechen über diese jedoch nicht automatisch offener. Über alle Altersgruppen hinweg reden nur etwa 4 von 10 Singles (42 Prozent) offen über ihre Wünsche. Bei den 40- bis 49-Jährigen kennen knapp 6 von 10 (58 Prozent) ihre Bedürfnisse, allerdings äußern nur etwas mehr als 4 von 10 (44 Prozent) diese auch. Mit zunehmendem Alter wird diese Lücke größer: In den 50ern wissen knapp zwei Drittel (66 Prozent), was sie mögen, aber nur etwa 4 von 10 (43 Prozent) kommunizieren es. Dabei fällt es Männern (46 Prozent) leichter, über ihre sexuellen Bedürfnisse zu sprechen als Frauen (39 Prozent). Beim Setzen von Grenzen kehrt sich dieses Bild jedoch deutlich um: Mehr als die Hälfte der Frauen (54 Prozent) setzt ihre Grenzen beim Sex klar durch – bei Männern tut das nur jeder Dritte (33 Prozent).

„Sexuelle Selbstoffenbarung fällt häufig schwer, weil sie verletzlich macht. Die Angst, mit den eigenen intimen Wünschen auf Ablehnung zu stoßen oder damit die Harmonie zu stören, lässt viele schweigen. Dabei muss es nicht immer gleich das große Beziehungsgespräch sein, oft reicht ein ehrlicher Satz im richtigen Moment. Gerade wenn sexuelle Bedürfnisse unterschiedlich sind, entscheidet nicht die Übereinstimmung über die Zufriedenheit, sondern die Bereitschaft, einander zuzuhören. Unterschiede sind normal – sie trennen nicht, solange man offen ist, sich für die Lust des anderen zu interessieren.“
Lisa Fischbach, Parship-Psychologin, Expertin für Matchmaking & Beziehungen

Frauen brauchen Nähe – Männer suchen Bestätigung

Ein Drittel der Frauen (33 Prozent), aber nur jeder fünfte Mann (21 Prozent) findet Sex in einer Beziehung nicht so wichtig. Für viele Singles ist es entscheidender, dass Sex zu den eigenen Bedürfnissen passt. 6 von 10 Singles in den 40ern (61 Prozent) brauchen emotionale Verbundenheit für guten Sex. Bei den 60- bis 69-Jährigen steigt der Anteil sogar auf knapp 7 von 10 (67 Prozent). Frauen (66 Prozent) nennen emotionale Verbundenheit als Voraussetzung für guten Sex dabei deutlich häufiger als Männer (58 Prozent).
Sex kann außerdem das Gefühl stärken, geliebt und wertgeschätzt zu werden. Knapp die Hälfte der Männer (47 Prozent) verbindet Sex mit dieser Bestätigung – bei Frauen sind es nur knapp 4 von 10 (37 Prozent).

Über die Studie

Für die vorliegende repräsentative Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 2.894 Personen aus Deutschland im Alter von 18 bis 69 Jahren zum Thema „Sexualität“ befragt. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im Februar 2026 statt.

Quelle: Parship