Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Eigentlich ist es ein Stuhl. Wann genau er aufgehört hat, einer zu sein, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren. 😂👕
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Montag, der 14. September 2026.

Du weißt genau, welchen Stuhl ich meine. Vielleicht steht er im Schlafzimmer. Vielleicht irgendwo neben dem Kleiderschrank. Vielleicht hast Du statt eines Stuhls auch einen Sessel. Das Prinzip ist dasselbe. Ursprünglich wurde dieses Möbelstück einmal mit einer ziemlich klaren Aufgabe gekauft: Man kann darauf sitzen. Theoretisch. Praktisch müsste man dafür allerdings erst einmal die Jeans vom Samstag wegnehmen. Und den Hoodie. Das Shirt. Den Gürtel.

Vielleicht liegt irgendwo noch eine kurze Hose darunter. Und ganz unten befindet sich vermutlich ein Kleidungsstück, an dessen Existenz sich inzwischen niemand mehr erinnert. Willkommen auf dem Klamottenstuhl. 😂 Er erfüllt eine wichtige Aufgabe. Denn es gibt bei Kleidung bekanntlich nicht nur: sauber und schmutzig. Das wäre viel zu einfach. Es gibt noch eine dritte Kategorie.

Und die lautet: Kann man noch mal anziehen. Zu sauber für die Wäsche. Aber irgendwie möchte man das Shirt, das man gestern mehrere Stunden getragen hat, auch nicht wieder zu den frisch gewaschenen Sachen in den Schrank legen. Also wohin damit? Stuhl. Problem gelöst. Zumindest vorübergehend. Und so beginnt es. Erst eine Jeans. Die kann man schließlich noch einmal anziehen.

Dann kommt ein Pullover dazu. Den hatte man nur zwei Stunden an. Das Shirt darunter? Auch noch vollkommen in Ordnung. Und plötzlich entsteht auf dem Stuhl ein kleines textiles Zwischenlager. Ich finde das übrigens erstaunlich praktisch. Denn morgens kann man einfach davorstehen und überlegen: Was davon darf heute noch einmal mit? Das ist fast wie ein kleiner Kleiderschrank. Nur ohne Türen. Und ohne irgendeine erkennbare Ordnung. 😂

Natürlich nimmt man sich gelegentlich vor, den Stuhl aufzuräumen. Heute Abend. Ganz sicher. Die Sachen kommen zurück in den Schrank. Oder in die Wäsche. Klare Verhältnisse. Dann kommt der Abend. Man zieht sich um. Und legt noch eine Hose dazu. Man möchte schließlich nichts überstürzen. 😄

Irgendwann erreicht der Klamottenstuhl einen Zustand, bei dem man das eigentliche Möbelstück nur noch erahnen kann. Man weiß: Darunter muss irgendwo ein Stuhl sein. Man hat ihn schließlich selbst gekauft. Vielleicht sieht man noch ein Stück Lehne. Das gilt als Beweis. Und wehe, jemand möchte tatsächlich darauf sitzen. Dann beginnt hektisches Umräumen. Die Sachen werden kurz aufs Bett gelegt. Der Besuch geht irgendwann wieder. Und anschließend? Natürlich. Zurück auf den Stuhl.

Ordnung muss sein. 😂

Vielleicht ist dieser Stuhl deshalb eines der ehrlichsten Möbelstücke überhaupt. Er zeigt nicht, wie ordentlich wir gerne wären. Sondern wie wir tatsächlich leben. Ein bisschen organisiert. Ein bisschen improvisiert. Und mit mindestens einer Jeans, bei der wir seit drei Tagen überzeugt sind: Die ziehe ich bestimmt morgen noch einmal an. Vielleicht tue ich es sogar. Und wenn nicht? Dann wartet sie eben. Sie weiß ja, wo.

💡 Tipp des Tages:
Falls Du auch so einen Klamottenstuhl hast, räum ihn heute einmal komplett leer. Schrank, Wäsche oder tatsächlich noch einmal anziehen. Und dann genieß diesen seltenen Anblick eines vollkommen freien Stuhls.

Mach am besten ein Foto.
Man weiß schließlich nicht, wie lange dieser Zustand anhält. 😂

Komm gut in diesen Montag – und grüß mir den Stuhl. Falls Du ihn noch findest.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Wer keinen Klamottenstuhl besitzt, verwendet vermutlich die Ecke des Bettes. Ihr seid hier ausdrücklich mitgemeint. 😂👖

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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
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