Schönen Guten Morgen! ✌🏻
In fast jeder Wohnung gibt es eine Schublade, deren Inhalt sich jeder vernünftigen Kategorisierung entzieht. 😂
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Montag, der 21. September 2026.
Du weißt, welche ich meine. Diese eine Schublade. Vielleicht ist sie in der Küche. Im Flur. Im Wohnzimmer. Oder irgendwo in einem Schrank. Sie hat keinen richtigen Namen. Besteckschublade? Nein. Werkzeug? Auch nicht. Büromaterial? Unter anderem. Elektrozubehör? Durchaus. Eigentlich lautet ihre offizielle Bezeichnung: Zeug. 😂
Und in dieser Schublade befindet sich alles, für das es im restlichen Haushalt offenbar keinen eindeutig definierten Aufenthaltsort gibt.
Batterien.
Ein Feuerzeug.
Tesafilm.
Vielleicht.
Drei Kugelschreiber.
Ein Bleistift.
Eine Schere.
Ein Maßband.
Zwei alte Schlüssel.
Eine einzelne Schraube.
Kleingeld.
Ein Ladekabel für ein Gerät, an das sich niemand mehr erinnern kann.
Irgendein Adapter.
Gummibänder.
Ein paar Büroklammern.
Ein Ersatzknopf.
Und dieses kleine Plastikteil.
Du kennst es. Du nimmst es in die Hand. Drehst es herum. Schaust es an. Und fragst Dich: Wozu gehört das? Keine Ahnung. Wegwerfen? Auf gar keinen Fall! Denn wir wissen alle, was dann passiert. Am Dienstag wirfst Du es weg. Am Mittwoch stehst Du vor irgendeinem Gerät und denkst: Da fehlt doch dieses kleine Plastikteil. 😂
Also kommt es zurück in die Schublade. Für immer. Besonders interessant wird es, wenn man tatsächlich etwas aus dieser Schublade braucht. Nehmen wir an: Tesafilm. Man öffnet die Schublade. Beginnt zu suchen. Findet zunächst eine Batterie. Ist sie voll? Leer? Niemand weiß es. Also zurück damit. Dann einen Schlüssel. Keine Ahnung, wofür. Zurück. Ein Kabel. Ach! Das habe ich schon ewig gesucht! Man nimmt es heraus. Legt es daneben.
Dann findet man eine alte Kundenkarte. Ein paar Münzen. Einen Einkaufswagenchip. Sehr gut. Aber keinen Tesafilm. Also räumt man weiter. Und irgendwann liegt der komplette Inhalt der Schublade auf dem Tisch. Man betrachtet ihn. Und denkt: Was besitzen wir eigentlich alles? 😂
Das wäre jetzt der perfekte Moment zum Ausmisten. Also nimmt man sich jedes Teil einzeln vor. Brauche ich das? Vielleicht. Brauche ich das? Könnte sein. Brauche ich das? Keine Ahnung, was es ist. Also sicherheitshalber behalten. Nach 20 Minuten hat man drei Dinge weggeworfen. Eine leere Verpackung. Einen eingetrockneten Kugelschreiber. Und einen Kassenzettel von 2022.
Der Rest? Zurück in die Schublade. Aber diesmal ordentlich. Natürlich. Die Kabel kommen nach hinten. Batterien nach links. Stifte zusammen. Kleinteile in eine kleine Schachtel. Man schiebt die Schublade zu und ist ausgesprochen zufrieden. So bleibt das jetzt. Wir kennen diesen Satz bereits vom Desktop.😂
Vier Wochen später: Zeug. Überall wieder Zeug. Vielleicht brauchen wir diese Schublade aber auch einfach. Einen kleinen Ort für all die Dinge, bei denen das Leben gerade keine Zeit hatte zu entscheiden, wohin sie eigentlich gehören. Nicht alles braucht sofort ein System. Manches darf offenbar einfach… Zeug sein. Nur eines würde mich jetzt interessieren: Wo ist eigentlich der Tesafilm?
💡 Tipp des Tages:
Öffne heute einmal Deine „Zeug-Schublade“. Nicht zwingend zum Aufräumen. Einfach aus Neugier. Ich verspreche Dir: Du findest mindestens einen Gegenstand, bei dem Du sagst: „Ach, DA ist das!“
Komm gut in diesen Montag – und solltest Du heute dieses kleine Plastikteil finden: Lass es lieber liegen. Man weiß nie.
Man liest sich.
Jürgen
PS:
Batterien ohne erkennbare Information darüber, ob sie voll oder leer sind, bilden übrigens einen eigenen Haushaltsposten. Niemand wirft sie weg. Niemand benutzt sie. Sie sind einfach da. 😂🔋
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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
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