Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Vielleicht muss heute gar nicht schon feststehen, was Du heute alles machen wirst. Ein ungewohnter Gedanke, ich weiß. 😄
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Freitag, der 16. Oktober 2026.

Was hast Du heute vor?

Eigentlich eine vollkommen normale Frage.

Und meistens haben wir darauf auch ziemlich schnell eine Antwort.

Arbeiten.

Einkaufen.

Ein Termin.

Sport.

Irgendetwas erledigen.

Vielleicht Freunde treffen oder abends irgendwo essen gehen.

Unser Tag hat meistens schon eine Form, bevor er überhaupt richtig angefangen hat.

Manchmal sogar mehrere Tage im Voraus.

Kalender auf.

Montag das.

Dienstag jenes.

Mittwoch um 14 Uhr dort.

Donnerstag nicht vergessen.

Freitag …

Nichts.

Und plötzlich wirkt dieses Nichts fast verdächtig.

Da müsste doch etwas hin.

Wir könnten etwas unternehmen.

Irgendwohin fahren.

Etwas erledigen, für das sonst nie Zeit ist.

Man könnte endlich …

Stopp.

Vielleicht könnte man auch einfach einmal nichts planen.

Nicht nichts tun.

Das ist ein Unterschied.

Ein Tag ohne Plan muss schließlich kein Tag auf dem Sofa werden. Er darf einer werden. Aber er muss nicht.

Vielleicht steht man morgens auf, trinkt Kaffee und entscheidet erst danach, worauf man Lust hat.

Vielleicht geht man raus.

Vielleicht bleibt man daheim.

Vielleicht fährt man irgendwohin, weil einem gerade danach ist.

Oder man beginnt etwas und merkt nach einer Stunde:

Eigentlich habe ich heute überhaupt keine Lust darauf.

Dann lässt man es eben.

Das klingt erstaunlich banal.

Und trotzdem fühlt sich so ein Tag manchmal fast ungewohnt an.

Wir sind es gewohnt, unsere Zeit zu organisieren.

Das ist meistens auch sinnvoll. Ohne Termine und Planung würde vermutlich einiges nicht funktionieren.

Aber irgendwann kann sogar freie Zeit anfangen, wie ein weiterer Terminkalender auszusehen.

Frühstück um neun.

Danach Ausflug.

Dann Kaffee dort.

Später noch dies.

Abends reserviert.

Und plötzlich muss man sich beeilen, damit man pünktlich beim Entspannen ist.

😂

Vielleicht ist das einer der absurdesten Sätze überhaupt:

„Wir müssen los, sonst haben wir nachher keine Zeit zum Erholen.“

Und trotzdem kennen wir solche Tage.

Man möchte die freie Zeit möglichst gut nutzen.

Schließlich ist sie kostbar.

Aber vielleicht nutzen wir sie manchmal gerade dann gut, wenn wir sie nicht vollständig verplanen.

Wenn irgendwo ein paar Stunden übrig bleiben, über die noch niemand verfügt.

Kein Kalender.

Keine Verpflichtung.

Nicht einmal das eigene Ich von gestern, das schon wieder beschlossen hat, was das heutige Ich gefälligst alles machen soll.

Ich mag den Gedanken.

Einfach morgens aufzustehen und zu sagen:

Mal sehen.

Nicht aus Gleichgültigkeit.

Sondern aus Freiheit.

Vielleicht wird daraus ein richtig schöner Tag.

Vielleicht ein vollkommen unspektakulärer.

Vielleicht passiert etwas, womit man morgens noch nicht gerechnet hat.

Und vielleicht passiert überhaupt nichts Besonderes.

Auch das darf sein.

Nicht jeder Tag muss später eine Geschichte ergeben.

Manche Tage dürfen einfach zwischen den anderen liegen.

Kaffee.

Ein bisschen raus.

Etwas essen.

Reden.

Lesen.

Herumtrödeln.

Vielleicht ein Nickerchen.

Und irgendwann Abend.

Kein Ergebnis.

Keine Bilanz.

Kein Haken auf einer Liste.

Einfach gelebt.

Eigentlich ziemlich angenehm.

💡 Tipp des Tages:
Falls Dein Tag heute noch eine freie Stelle hat, füll sie nicht sofort. Lass sie einfach einmal frei und entscheide erst dann, was Du damit machst, wenn sie tatsächlich da ist.

Komm gut in diesen Freitag. Vielleicht weißt Du schon genau, was heute passiert.

Und wenn nicht: Mal sehen. Reicht doch.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Sollte aus Deinem planlosen Tag am Ende ein Nachmittag auf dem Sofa werden, hast Du nicht versagt. Das Sofa hat lediglich ein überzeugendes Angebot gemacht. 😂

—

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.

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