Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Der erste Blick in den Spiegel am Morgen ist manchmal weniger Begrüßung als Bestandsaufnahme. 😂🪞
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Dienstag, der 8. September 2026.

Da steht er also. Der Mann im Spiegel. Die Haare haben über Nacht offenbar eine Entscheidung getroffen, an der ich nicht beteiligt war. Der Bart sieht an einer Stelle auch ein bisschen so aus, als hätte er eigene Pläne. Und die Augen? Nun ja. Die sind körperlich bereits anwesend. Der Rest kommt bestimmt noch. 😂

Der morgendliche Blick in den Spiegel ist schon eine interessante Sache. Wir machen ihn meistens ganz automatisch. Beim Zähneputzen. Beim Rasieren. Beim Barttrimmen. Beim Haare machen. Oder einfach beim Vorbeigehen. Und innerhalb weniger Sekunden beginnt die Bestandsaufnahme.

Haare. Bart. Haut. Augen.

Sitzt alles? Kann man so unter Menschen? 😄

Dabei sehen wir diesen Menschen im Spiegel vermutlich häufiger als die meisten anderen Menschen in unserem Leben. Seit Jahren. Jahrzehnten sogar. Wir kennen dieses Gesicht ziemlich gut. Und trotzdem schauen wir manchmal erstaunlich kritisch darauf.

Da ist eine neue Falte. Dort sieht man heute müde aus. Die Haare waren auch schon einmal voller. Und überhaupt könnte dies und jenes vielleicht ein bisschen anders sein.

Interessant eigentlich.

Denn wenn uns ein guter Freund morgens mit zerzausten Haaren und müden Augen gegenüberstehen würde, würden wir vermutlich nicht sagen: Also ganz ehrlich, da müssen wir dringend über Deine Augenpartie sprechen. 😂

Wir würden ihn anschauen. Vielleicht lachen. Und fragen: Kaffee? Bei uns selbst sind wir manchmal weniger großzügig. Vielleicht sollten wir das gelegentlich ändern. Nicht indem wir morgens vor dem Spiegel stehen und uns zehn Minuten lang erzählen, wie großartig wir sind. Das wäre mir persönlich dann doch etwas zu anstrengend. Vor allem vor dem Frühstück. 😄

Aber vielleicht reicht schon etwas viel Einfacheres. Hinsehen. Und nicht sofort nach einem Fehler suchen. Ja, da sind Falten. Ja, vielleicht ein paar graue Haare. Vielleicht ist irgendwo auch weniger Haar als früher. Das Gesicht verändert sich. Natürlich tut es das. Es lebt schließlich schon eine ganze Weile mit uns. Es hat gelacht. Sich geärgert. Zu wenig geschlafen. Zu viel nachgedacht. Sonne abbekommen. Wind. Winter. Sommer. Gute Jahre. Schwierige Tage.

Und ziemlich viele ganz normale Dienstage. Das darf man ruhig sehen. Ich möchte jedenfalls nicht irgendwann aussehen, als hätte mein Leben keinerlei Spuren hinterlassen. Und vielleicht kann man morgens deshalb gelegentlich einen Moment länger in den Spiegel schauen und denken: Ja. Das bin ich. Nicht perfekt. Nicht mehr derselbe wie mit 25. Zum Glück wahrscheinlich. Aber vertraut. Und eigentlich? Eigentlich mag ich den Kerl. Das ist doch schon ziemlich viel.

Also Haare richten. Bart kontrollieren. Brille auf. Und los. Kann man so unter Menschen. Sehr gut sogar. 🧡

💡 Tipp des Tages:
Wenn Du heute in den Spiegel schaust, such ausnahmsweise nicht zuerst nach dem, was Dich stört. Schau einfach einmal hin. Vielleicht entdeckst Du etwas, das Du an Dir ziemlich gerne magst.

Komm gut in diesen Dienstag – und grüß den Kerl im Spiegel ruhig mal freundlich von mir.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Haare, die morgens senkrecht vom Kopf abstehen, sind übrigens kein Stylingproblem. Sie haben einfach bereits eigene Pläne für den Tag. 😂

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
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