Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Heute ist Halloween. Und manchmal ist das, was wir nicht sehen, viel unheimlicher als alles, was direkt vor uns steht. 🎃
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Samstag, der 31. Oktober 2026.
Heute ist Halloween.
Der letzte Oktobertag. Draußen ist es früh dunkel, die Blätter liegen auf den Wegen, und irgendwo leuchtet vielleicht ein Kürbis vor einer Haustür. Manche haben ein freundliches Gesicht, andere schauen so finster, dass man ihnen lieber nicht im Dunkeln begegnen möchte.
Ich mag diese besondere Stimmung. Nicht unbedingt den großen Trubel, die Kostüme oder die künstlichen Spinnweben. Sondern dieses Gefühl, dass die Welt für einen Abend ein kleines bisschen geheimnisvoller werden darf.
Vielleicht liegt es daran, dass wir Menschen schon immer Geschichten erzählt haben, wenn es dunkel wurde.
Geschichten von seltsamen Begegnungen, unerklärlichen Geräuschen und Dingen, die sich nicht sofort verstehen lassen. Früher am Feuer, später bei Kerzenlicht und heute vielleicht auf dem Sofa, während draußen der Wind um die Häuser zieht.
Und ganz gleich, wie vernünftig wir uns im Alltag geben: Ein bisschen Gänsehaut mögen viele von uns offenbar doch.
Das Interessante daran ist, dass wir uns freiwillig darauf einlassen. Wir lesen Geschichten, von denen wir wissen, dass sie uns erschrecken könnten. Wir schauen Filme, bei denen wir manchmal lieber kurz wegsehen möchten. Und wir genießen dieses kleine Kribbeln, wenn wir nicht genau wissen, was als Nächstes passiert.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich gerne solche Geschichten schreibe.
Beim Schreiben kann aus einem ganz gewöhnlichen Ort plötzlich etwas anderes werden. Ein Waldweg, den man tagsüber ohne einen zweiten Gedanken entlanggehen würde, bekommt im Dunkeln eine andere Bedeutung. Ein Licht hinter einem Fenster wirft Fragen auf. Ein Geräusch, das niemand erklären kann, reicht manchmal aus, um die Fantasie in Bewegung zu setzen.
Und oft ist das, was wir uns selbst vorstellen, viel wirkungsvoller als alles, was man ausführlich beschreiben könnte.
Das Unbekannte lässt uns manchmal mehr erschaudern als das, was wir tatsächlich sehen.
Auch auf maennerformat habe ich mich in diese Welt gewagt.
Mit „Der verlorene Funke“ und „Der Atem des Berges“ sind zwei Geschichten entstanden, die wunderbar zu diesen letzten Oktobertagen passen. Vielleicht hast Du sie bereits gelesen. Vielleicht möchtest Du sie noch einmal entdecken. Oder vielleicht wartest Du einfach auf einen ruhigen Abend, an dem Du Dich für eine Weile in eine andere Welt entführen lassen kannst.
Heute wäre jedenfalls ein guter Tag dafür.
Du brauchst dafür nicht viel. Einen gemütlichen Platz, vielleicht ein warmes Getränk und ein bisschen Zeit. Wenn Du magst, lässt Du draußen den Herbst seinen eigenen Soundtrack spielen.
Der Wind übernimmt das Rascheln.
Die Dunkelheit sorgt für die Kulisse.
Und den Rest erledigt Deine Fantasie.
Ich finde, das ist eine schöne Art, Halloween zu verbringen. Ganz ohne großen Aufwand, ohne Kostüm und ohne die Verpflichtung, sich besonders gruseln zu müssen.
Denn manchmal reicht eine gute Geschichte.
Eine, die uns für einen Moment aus dem Alltag holt. Die Fragen offenlässt. Die Bilder im Kopf entstehen lässt und vielleicht sogar noch ein bisschen nachwirkt, wenn wir das Licht längst wieder eingeschaltet haben.
Und falls heute Abend irgendwo ein Geräusch zu hören ist, das Du nicht sofort zuordnen kannst?
Nun ja.
Es ist Halloween.
Vielleicht solltest Du einfach noch eine Seite weiterlesen.
💡 Tipp des Tages:
Mach Dir heute Abend eine kleine Auszeit mit einer guten Geschichte. Vielleicht sogar mit einer, die Du schon kennst. Gerade an Halloween darf die Fantasie ruhig einmal etwas mehr Platz bekommen.
Komm gut in diesen Halloween-Samstag – mit ein bisschen Gänsehaut, einer guten Geschichte und hoffentlich ausschließlich freundlichen Geistern.
Man liest sich.
Jürgen
PS:
Falls Du heute Nacht ein unerklärliches Geräusch hörst, gibt es vermutlich eine vollkommen vernünftige Erklärung. Ich würde allerdings erst morgen früh nachsehen. Nur zur Sicherheit. 😂👻
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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.
Bei Instagram und Threads teile ich Gedanken, Alltag, Sonnenmomente und das, was zwischen den Zeilen oft auch noch zu mir gehört. Ich freu mich, wenn Du vorbeischaust.


