Bildhinweis: KI-generierte Illustration. Gestaltung: maennerformat.
Fünf Mythen rund um „Buy now, pay later“
„Jetzt kaufen, später zahlen“ wirkt bequem und unverbindlich. Doch hinter dem Zahlungsaufschub steckt häufig ein Kredit mit finanziellen Folgen, die leicht unterschätzt werden. Wer den Überblick über mehrere Raten verliert oder Zahlungen versäumt, kann sich langfristig verschulden. Im schlimmsten Fall drohen Mahnkosten, eine beeinträchtigte Bonität und eine Überschuldung. Die Debeka, eine der größten Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland, klärt über fünf verbreitete Mythen rund um das Thema auf.
Mythos 1: „Buy now, pay later“ ist kein Kredit
Auch wenn der Begriff nach einer bloßen Zahlungsoption klingt, handelt es sich bei einer Ratenzahlung häufig um eine Form des Verbraucherkredits. Der Zahlungsdienstleister übernimmt den Betrag zunächst oder ermöglicht die spätere Zahlung. Anschließend muss der offene Betrag innerhalb eines festgelegten Zeitraums beglichen werden. Je nach Angebot können Zinsen und Gebühren anfallen. Dadurch kann der insgesamt zu zahlende Betrag deutlich höher ausfallen als der ursprüngliche Kaufpreis.
Mythos 2: Kleine Raten bedeuten geringe Schulden
Eine einzelne Rate von wenigen Euro wirkt überschaubar. Mehrere gleichzeitig laufende Raten können das Monatsbudget jedoch deutlich belasten. Besonders problematisch wird es, wenn neue Käufe hinzukommen, bevor frühere Zahlungen abgeschlossen sind. Entscheidend ist deshalb nicht die Höhe der einzelnen Rate, sondern die Summe aller monatlichen Verpflichtungen.
Mythos 3: „Buy now, pay later“ bleibt immer ohne Folgen für die Schufa
Nicht jede Zahlungsvereinbarung wird automatisch an eine Auskunftei übermittelt. Zahlungsausfälle, gerichtliche Mahnverfahren oder andere negative Zahlungserfahrungen können jedoch die Bonität beeinträchtigen. Das kann später die Suche nach einer Wohnung, den Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder die Aufnahme eines Kredits erschweren. Vor dem Kauf lohnt sich daher ein Blick in die Vertragsbedingungen und auf mögliche Folgen verspäteter Zahlungen.
Mythos 4: Wer pünktlich zahlt, kann viele Ratenkäufe abschließen
Pünktliche Zahlungen verhindern zwar Mahnkosten und negative Zahlungseinträge. Sie ändern aber nichts daran, dass jede Rate das verfügbare Einkommen verringert. Wer viele kleine Verpflichtungen parallel eingeht, kann bei einer unerwarteten Ausgabe schnell in Schwierigkeiten geraten. Ein Haushaltsplan schafft Klarheit. Alle offenen Beträge, Fälligkeiten und Gesamtkosten sollten an einer Stelle erfasst werden.
Mythos 5: Bei Zahlungsschwierigkeiten lässt sich nichts mehr tun
Wer eine Rate voraussichtlich nicht zahlen kann, sollte frühzeitig handeln. Ein offenes Gespräch mit dem Anbieter kann klären, ob eine Stundung oder eine andere Lösung möglich ist. Neue Käufe auf Kredit verschärfen die Situation meist. Unterstützung bieten außerdem anerkannte Schuldnerberatungsstellen. Je früher Hilfe gesucht wird, desto größer sind die Chancen, eine Überschuldung zu vermeiden.
Wenn aus einem finanziellen Engpass eine Notlage wird
Unerwartete Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, eine längere Erkrankung oder ein Unfall können dazu führen, dass laufende Raten nicht mehr bedient werden können. Eine Versicherung ersetzt keine solide Finanzplanung und übernimmt nicht automatisch bestehende Konsumschulden. Je nach Vertrag kann die Absicherung der eigenen Arbeitskraft jedoch helfen, wenn das regelmäßige Einkommen wegbricht, z. B. mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Gerade wer mehrere laufende Zahlungsverpflichtungen hat, sollte prüfen, ob der eigene Versicherungsschutz für einen solchen Fall ausreicht.
Quelle: Debeka Lebensversicherungsverein a. G., Debeka Allgemeine Versicherung AG
Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Finanz-, Rechts- oder Versicherungsberatung. Konditionen, Bonitätsauswirkungen und Versicherungsleistungen können je nach Anbieter, Vertrag und Einzelfall abweichen.


