Bildhinweis: KI-generierte Illustration. Gestaltung: maennerformat.

Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) ist überzeugt, dass man heute am ehesten durch eine Erbschaft oder finanzielle Unterstützung der Familie zu Wohneigentum gelangt, so die Ergebnisse einer aktuellen Postbank Umfrage. Tatsächlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Familien beim Immobilienkauf unter die Arme greifen können – von Geldgeschenken bis zu zinsgünstigen Darlehen.

Fehlendes Eigenkapital ist die größte Hürde auf dem Weg in die eigenen vier Wände. 20 Prozent des Kaufpreises plus Nebenkosten gelten als ideal. Geld, das vielen Mietern fehlt: 57 Prozent nennen fehlendes Eigenkapital als Grund dafür, dass sie zur Miete wohnen. Wer beim Immobilienkauf Unterstützung aus der Familie erhält, etwa durch eine Schenkung oder vorweggenommene Erbschaft, kann sich glücklich schätzen. Geldgeschenke oder die Übertragung eines Grundstücks erhöhen das Eigenkapital und erleichtern dadurch die Finanzierung oder ermöglichen günstigere Kreditkonditionen. Wichtig ist dabei der Blick auf die steuerlichen Freibeträge: Eltern können ihren Kindern derzeit alle zehn Jahre Vermögenswerte von bis zu 400.000 Euro steuerfrei übertragen – pro Elternteil.

Schriftlich festgehalten

Finanzielle Hilfe muss nicht immer verschenkt werden: Auch ein zinsgünstiges Darlehen innerhalb der Familie kann den Erwerb einer Immobilie erleichtern. „Ob Schenkung oder Darlehen – wichtig ist, dass die Vereinbarungen klar und schriftlich festgehalten werden. Das schafft Transparenz und hilft, spätere Missverständnisse innerhalb der Familie zu vermeiden“, rät Baufinanzierungsexperte Fejzu Peci von der Postbank. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Eltern als Bürgen auftreten oder zusätzliche Sicherheiten bereitstellen – beispielsweise eine schuldenfreie Immobilie. Dadurch sinkt das Risiko für die Bank, was die Finanzierung erleichtern kann. Bürgen sollten sich allerdings bewusst sein, dass sie damit ein erhebliches finanzielles Risiko eingehen. Können die Kreditnehmer ihre Raten dauerhaft nicht mehr zahlen, werden sie selbst zur Rückzahlung verpflichtet. „Welche Form der Unterstützung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation der Familie ab“, sagt Fejzu Peci. „Vor größeren Vermögensübertragungen sollten sich Familien rechtlich und steuerlich beraten lassen. So lassen sich Gestaltungsmöglichkeiten optimal nutzen und spätere Konflikte vermeiden.“

Informationen zur Umfrage:

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.016 Personen (davon 1.109 Personen, die zur Miete wohnen) zwischen dem 3. und 6.7.2026 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Quelle: Postbank

Die genannten steuerlichen und finanziellen Angaben dienen der allgemeinen Information. Steuerliche Freibeträge und die Folgen von Schenkungen, Darlehen oder Bürgschaften können von der individuellen Situation abhängen. Eine fachkundige rechtliche oder steuerliche Beratung kann im Einzelfall sinnvoll sein.