Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Ich fühle mich eigentlich gar nicht alt. Meine Augen sehen das offenbar etwas anders. 😄
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Donnerstag, der 20. August 2026.
Grauer Star. Allein diese beiden Wörter. Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber für mich klangen die lange nach einem Problem, mit dem ich mich irgendwann einmal beschäftigen würde. Später. Sehr viel später. So ungefähr mit 87. Vielleicht in einer beigefarbenen Strickjacke. Nun ja. Mein linkes Auge hatte offenbar einen anderen Zeitplan. 😄 Und plötzlich sitzt man beim Augenarzt und hört einen Begriff, den man bislang gedanklich bei einer deutlich älteren Generation einsortiert hatte.
Da fühlt man sich für einen kurzen Moment tatsächlich alt. Nicht älter. Alt. Dabei ist das schon irgendwie interessant. Denn innerlich verändert sich ja gar nichts. Ich bin morgens aufgestanden wie immer. Ich habe dieselben Gedanken. Ich habe dieselben Pläne. Ich lache über denselben Blödsinn. Und ich fühle mich ganz sicher nicht so, wie ich mir mit 25 einen Mann über 50 vorgestellt habe.
Aber der Körper? Der entwickelt gelegentlich seinen ganz eigenen Humor. Da wird die kleine Schrift plötzlich noch kleiner. Irgendein Gelenk meldet sich beim Aufstehen ungefragt zu Wort. Manchmal fragt man sich, warum man eigentlich gerade in dieses Zimmer gegangen ist. Und irgendwann sagt ein Arzt: Grauer Star. Herzlichen Glückwunsch. Willkommen im Club der Dinge, von denen Du dachtest, dass sie Dich noch überhaupt nichts angehen. 😂
Aber vielleicht ist genau das Älterwerden. Nicht dieser eine große Moment, in dem wir plötzlich feststellen: So. Ab heute bin ich alt. Es sind viele kleine Veränderungen. Manche nerven. Über manche kann man lachen. Um andere muss man sich kümmern. Aber keine davon entscheidet darüber, wie alt wir uns fühlen müssen.
Denn mein Körper darf älter werden. Natürlich tut er das. Das ist schließlich wesentlich besser als die Alternative. Aber deshalb muss mein Kopf noch lange nicht anfangen, sich alt zu benehmen. Ich darf weiterhin neugierig sein. Neue Dinge ausprobieren. Pläne machen. Mich über den Sommer freuen. Blödsinn erzählen. Mich über Kleinigkeiten aufregen. Mich verlieben ins Leben. Und morgens hier sitzen und Dir davon erzählen, dass ausgerechnet mein Auge offenbar beschlossen hat, beim Älterwerden ein bisschen vorauszugehen.
Vielleicht sollten wir Männer ohnehin viel selbstverständlicher darüber sprechen. Über die Veränderungen. Über die kleinen Zipperlein. Über Vorsorge. Über das Älterwerden. Nicht ständig dramatisch. Und schon gar nicht beschämt. Manchmal reicht auch ein Schulterzucken und ein: Na gut. Dann kümmern wir uns eben darum. Denn vielleicht ist das eine ziemlich gute Art, älter zu werden. Nicht so zu tun, als würde sich nichts verändern. Sondern Veränderungen anzunehmen, wenn sie kommen – und sich davon nicht den Spaß am Leben nehmen zu lassen.
Ich bin immer noch derselbe Mann wie vorher. Nur mein linkes Auge braucht offenbar ein kleines technisches Update. 😉 Damit kann ich leben.
💡 Tipp des Tages:
Schieb Vorsorgetermine nicht ewig vor Dir her. Manche Veränderungen bemerkt man selbst erst spät – und vieles lässt sich heute gut behandeln, wenn man rechtzeitig hinschaut.
Komm gut in diesen Donnerstag – und behalte Dir Deinen eigenen Blick aufs Leben.
Man liest sich.
Jürgen
PS:
Innerlich bin ich übrigens weiterhin 35. Ich habe meinen Augen ausdrücklich untersagt, dazu Stellung zu nehmen. 😂👓
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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
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