Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Nur weil mein Handy klingelt, heißt das noch lange nicht, dass ich springen muss. 😉
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Mittwoch, der 26. August 2026.
Ping. Eine Nachricht. Noch eine. Eine Mail. WhatsApp. Vielleicht irgendeine App, die der Meinung ist, mir unbedingt mitteilen zu müssen, dass irgendwo etwas passiert ist. Und schon ist sie da: Diese kleine Erwartung. Ich müsste jetzt eigentlich reagieren.
Warum eigentlich? Wann haben wir beschlossen, dass Erreichbarkeit gleichzeitig bedeuten muss, jederzeit sofort verfügbar zu sein? Das Smartphone ist schließlich eine großartige Sache. Wir können Menschen erreichen, egal wo sie gerade sind. Fotos verschicken. Nachrichten schreiben. Arbeiten. Termine organisieren. Nachschauen, wann der nächste Zug fährt. Und selbstverständlich vollkommen wichtige Dinge recherchieren wie: Wie alt ist eigentlich dieser Schauspieler, den ich gerade im Fernsehen gesehen habe? 😄
Aber mit all diesen Möglichkeiten kam irgendwann auch eine merkwürdige Erwartung in unseren Alltag. Wenn jemand schreibt, sieht man die Nachricht. Und wenn man sie gesehen hat, könnte man doch auch antworten. Am besten sofort. Oder? Nein. Nicht jede Nachricht ist dringend. Nicht jede Mail braucht innerhalb von sieben Minuten eine Antwort. Und nur weil jemand genau jetzt Zeit hat, mir zu schreiben, bedeutet das nicht automatisch, dass ich genau jetzt Zeit haben muss, darauf zu reagieren.
Eigentlich ziemlich logisch. Trotzdem ertappe ich mich selbst dabei. Das Handy macht ein Geräusch. Der Blick wandert hin. Nur kurz schauen. Und schon bin ich raus aus dem, was ich eigentlich gerade gemacht habe. Manchmal sogar aus einem Gespräch. Aus einem Gedanken. Aus einem Text. Oder einfach aus einem ruhigen Moment. Vielleicht sollten wir uns deshalb wieder häufiger daran erinnern: Erreichbar zu sein bedeutet nicht, jederzeit verfügbar sein zu müssen.
Wir dürfen eine Nachricht später beantworten. Wir dürfen das Handy auf lautlos stellen. Wir dürfen beim Essen einfach essen. Bei einem Gespräch einfach zuhören. Beim Schreiben einfach schreiben. Und manchmal dürfen wir sogar auf dem Sofa sitzen, absolut nichts Produktives tun und trotzdem entscheiden: Darauf antworte ich später. Das ist keine Unhöflichkeit. Das ist eine Grenze. Und Grenzen brauchen wir auch in einer Welt, in der theoretisch jeder Mensch jederzeit in unsere Hosentasche hineinpiepsen kann.
Vielleicht muss deshalb nicht das Smartphone lernen, uns weniger zu stören. Vielleicht müssen wir wieder lernen, dass wir nicht auf jede Störung reagieren müssen.
💡 Tipp des Tages:
Schalte heute für eine Stunde alle nicht wichtigen Benachrichtigungen aus. Kein Ping, kein Aufleuchten, kein kurzer Blick. Schau danach einmal, ob Du tatsächlich etwas verpasst hast.
Komm gut in diesen Mittwoch – und lass Dich heute nicht von jedem Ping aus Deinem Tag holen.
Man liest sich.
Jürgen
PS:
Die Benachrichtigung, dass irgendeine App mich „vermisst“, kann übrigens gerne noch ein bisschen länger auf mich warten. Wir kennen uns schließlich kaum. 😂📱
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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.
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