Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Ich bin wach. Mein Rücken möchte dazu offenbar noch eine Stellungnahme abgeben. 😄
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Donnerstag, der 27. August 2026.

Es gab einmal eine Zeit, da bin ich morgens einfach aufgestanden. Augen auf. Decke weg. Raus aus dem Bett. Fertig. Heute ist das gelegentlich etwas komplexer. 😄

Augen auf. Kurz orientieren. Beine raus. Aufstehen. Und dann erst einmal abwarten, ob irgendein Körperteil Einspruch erhebt.

Der Rücken? Alles gut.

Knie? Anwesend.

Nacken? Ein bisschen gesprächig heute.

Na wunderbar. Dann können wir anfangen.

Willkommen beim Morgen ab 50.

Natürlich ist das ein bisschen übertrieben. Aber eben nur ein bisschen. 😉

Ich finde es faszinierend, wie sich der eigene Morgen im Laufe der Jahre verändert. Früher konnte man irgendwo auf einem Sofa schlafen, morgens aufstehen und weitermachen, als wäre nichts gewesen. Heute reicht manchmal ein falsches Kopfkissen und der Nacken erinnert einen noch drei Tage später daran.

Früher hat man die Nacht durchgemacht. Heute freut man sich, wenn man nachts durchgeschlafen hat.

Das sind Unterschiede. Und trotzdem möchte ich darüber gar nicht jammern. Denn der Morgen ab 50 hat auch Vorteile. Ich muss niemandem mehr beweisen, dass ich morgens um fünf Uhr freiwillig aus dem Bett springen kann. Ich muss auch nicht behaupten, dass vier Stunden Schlaf vollkommen ausreichend sind. Sind sie nicht. Zumindest für mich nicht. Ich darf morgens langsam wach werden. Mich strecken. Ein paar Schritte gehen. Frühstücken. Und meinem Körper die Gelegenheit geben, gemeinsam mit meinem Kopf im neuen Tag anzukommen.

Vielleicht ist das überhaupt etwas, das mit den Jahren besser wird: Man kennt sich selbst. Man weiß, was einem guttut. Und man weiß inzwischen auch ziemlich genau, was einem nicht guttut. Zu wenig Schlaf zum Beispiel. Oder der Versuch, morgens beim Aufstehen eine Geschwindigkeit an den Tag zu legen, die der restliche Körper noch nicht genehmigt hat. 😄 Natürlich gibt es diese kleinen Zipperlein.

Hier zieht etwas. Dort knackt etwas. Und manchmal steht man auf und denkt: Interessant. Das hatte ich gestern noch nicht. Aber vielleicht gehört auch das einfach dazu. Nicht als Drama. Sondern als freundliche Erinnerung daran, ein bisschen besser auf sich aufzupassen. Denn über 50 zu sein bedeutet für mich nicht, morgens plötzlich alt aufzuwachen. Es bedeutet eher, dass der Körper gelegentlich ein paar Minuten länger braucht, bis alle Systeme hochgefahren sind.

Wie ein Computer, auf dem inzwischen ziemlich viele Programme installiert wurden. 😂

Aber wenn alles läuft? Dann läuft es. Und der Tag kann kommen.

💡 Tipp des Tages:
Gib Deinem Körper morgens ein paar Minuten zum Wachwerden. Strecken, bewegen, Wasser trinken und nicht sofort mit Vollgas starten – manchmal ist ein ruhiger Anfang genau das Richtige.

Komm gut in diesen Donnerstag – egal, wie lange Deine Systeme heute zum Hochfahren brauchen.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Dieses Knacken beim Aufstehen ist übrigens kein Altersgeräusch. Das ist mein Körper, der den erfolgreichen Systemstart akustisch bestätigt. 😂

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.

Bei Instagram und Threads teile ich Gedanken, Alltag, Sonnenmomente und das, was zwischen den Zeilen oft auch noch zu mir gehört. Ich freu mich, wenn Du vorbeischaust.