Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Fünf Uhr. Gym. Kaltdusche. Schwarzer Kaffee. So beginnt doch ein richtiger Männermorgen. Oder? 😉
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Donnerstag, der 13. August 2026.

Was ist eigentlich ein maskuliner Morgen?

Wenn man sich manche Beiträge in den sozialen Medien anschaut, scheint die Sache ziemlich eindeutig zu sein. Der Wecker klingelt natürlich um fünf Uhr. Nicht um fünf nach fünf. Um fünf. Dann geht es direkt ins Gym. Gewichte stemmen, ordentlich schwitzen und anschließend selbstverständlich unter die eiskalte Dusche. Danach schwarzer Kaffee. Ohne Milch. Ohne Zucker. Ohne Spaß. 😄

Und bevor andere überhaupt den ersten Gedanken daran verschwenden, die Bettdecke zurückzuschlagen, hat der echte Mann natürlich schon trainiert, meditiert, seine Tagesziele aufgeschrieben und vermutlich nebenbei noch ein Unternehmen gegründet. Kann man machen. Wenn es einem guttut, sogar unbedingt.

Aber macht es einen Mann maskuliner?

Ich glaube nicht. Vielleicht beginnt Dein Morgen erst um sieben oder acht. Vielleicht brauchst Du nach dem Aufstehen erst einmal zehn Minuten Ruhe. Vielleicht gehst Du laufen. Vielleicht machst Du Yoga. Vielleicht stehst Du in der Küche und bereitest in aller Ruhe Dein Frühstück vor. Vielleicht trinkst Du schwarzen Kaffee. Oder Cappuccino. Oder Matcha. Und vielleicht drückst Du manchmal dreimal auf Snooze und bist froh, wenn Du anschließend überhaupt die richtige Socke zum richtigen Fuß findest. Auch das soll vorkommen.

Für mich hat Maskulinität nichts damit zu tun, um welche Uhrzeit ein Mann aufsteht oder wie viele Kilogramm er vor dem Frühstück stemmen kann. Und schon gar nicht damit, ob Milch im Kaffee ist. Maskulinität beginnt für mich an einer ganz anderen Stelle. Bei sich selbst. Zu wissen, wer man ist. Zu wissen, was einem guttut. Und auch einmal sagen zu können: Das ist mein Weg. Nicht der eines anderen.

Wir Männer bekommen erstaunlich viele Vorstellungen davon präsentiert, wie wir angeblich sein sollten. Stark. Erfolgreich. Diszipliniert. Durchtrainiert. Souverän. Immer bereit. Dabei kann Stärke auch bedeuten, sich eine Pause zu erlauben. Disziplin kann bedeuten, auf den eigenen Körper zu hören. Und Selbstbewusstsein kann darin liegen, keinen Gedanken daran zu verschwenden, ob jemand anderes Deinen Cappuccino für männlich genug hält.

Vielleicht gibt es deshalb gar nicht den maskulinen Morgen. Vielleicht gibt es nur Deinen. Mit Deinen Ritualen. Deinem Tempo. Deinem Kaffee. Und Deiner ganz eigenen Vorstellung davon, wie Du gut in den Tag kommst. Wenn dazu das Gym um fünf Uhr gehört: Großartig. Wenn dazu gehört, um acht Uhr verschlafen in die Küche zu schlurfen und erst einmal den Kaffeeautomaten anzustarren: Auch großartig. Denn Mannsein braucht keinen Stundenplan. Und Maskulinität keine Gebrauchsanweisung.

Vielleicht beginnt ein guter Männermorgen deshalb mit etwas ganz Einfachem: Damit, dass Du Dich nicht verbiegst.

💡 Tipp des Tages:
Frag Dich heute einmal nicht, wie eine gute Morgenroutine aussehen *sollte*. Frag Dich lieber, was Dir morgens wirklich guttut. Vielleicht ist die Antwort viel einfacher, als Du denkst.

Komm gut in diesen Donnerstag.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Und falls schwarzer Kaffee tatsächlich männlicher macht, habe ich offenbar einiges nachzuholen. 😂☕

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
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