Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Endlich Samstag. Heute habe ich Zeit – also könnte ich ungefähr 14 Dinge erledigen. Moment mal. 😂
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Samstag, der 5. September 2026.

Samstagmorgen. Kein normaler Arbeitstag. Vielleicht kein Wecker. Kein Termin gleich nach dem Aufstehen. Und plötzlich liegt da dieser wunderbar freie Tag vor einem.

Herrlich. Heute habe ich Zeit. Ein Satz, der eigentlich sehr entspannend klingt.

Bis das Gehirn ihn hört. Denn das macht daraus erstaunlich schnell:

Heute habe ich Zeit, endlich mal …

… den Schrank aufzuräumen.

… die Sachen wegzubringen, die seit Wochen herumstehen.

… noch schnell etwas einzukaufen.

… den Keller anzuschauen.

… die Pflanzen umzutopfen.

… ein paar Mails zu beantworten.

… dieses eine Ding zu reparieren.

… endlich die Fotos zu sortieren.

… und wenn wir schon dabei sind, könnten wir eigentlich auch noch …

Stopp. 😂 Was ist denn da gerade passiert?

Vor fünf Minuten hatten wir noch einen freien Samstag. Jetzt haben wir einen Projektplan. Mit Arbeitspaketen. Vermutlich fehlt nur noch die Excel-Tabelle. Ich kenne das. Unter der Woche fallen einem ständig Dinge auf, für die gerade keine Zeit ist: Mache ich am Wochenende.

Dieser Satz ist praktisch. Er verschiebt ein Problem. Nur leider verschwinden diese Dinge dadurch nicht. Sie treffen sich offenbar irgendwo. Und am Samstagmorgen stehen sie dann gemeinsam vor der Tür.

Hallo! Da sind wir! Du hast doch jetzt Zeit! 😄

Natürlich ist es schön, am Wochenende etwas zu erledigen. Manchmal macht es sogar richtig Spaß. Etwas aufzuräumen, das einen schon lange gestört hat. Etwas fertigzustellen. Ein kleines Projekt anzupacken. Danach dieses zufriedene Gefühl zu haben: Endlich erledigt.

Wunderbar. Nur muss aus einem freien Tag deshalb noch lange kein zusätzlicher Arbeitstag werden. Vielleicht liegt genau darin die Kunst eines guten Samstags: Ein bisschen was schaffen. Und trotzdem noch genug Tag übrig lassen.

Für einen Spaziergang.

Für ein gutes Essen.

Für einen Kaffee irgendwo draußen.

Für Menschen, mit denen man gerne Zeit verbringt.

Oder für dieses vollkommen unterschätzte Vorhaben: nichts.

Nichts ist nämlich ebenfalls eine ziemlich gute Beschäftigung.

Sie steht nur erstaunlich selten auf einer To-do-Liste.

Vielleicht sollten wir das ändern.

10:00 Uhr – Frühstück.

11:00 Uhr – Kleinkram erledigen.

14:00 Uhr – nichts.

16:00 Uhr – weiterhin nichts.

Das sieht doch nach einem hervorragend organisierten Samstag aus. 😂

Denn freie Zeit muss nicht produktiv sein, damit sie sinnvoll war.

Manchmal reicht es, wenn sie sich gut angefühlt hat.

Und wenn heute Abend von Deinen geplanten 14 Dingen nur drei erledigt sind?

Dann sind immerhin drei erledigt.

Die anderen elf wissen ja bereits, wo sie Dich finden.

Nächsten Samstag zum Beispiel.

Obwohl …

Sagen wir ihnen das lieber nicht. 😉

💡 Tipp des Tages:
Wenn Deine Wochenend-To-do-Liste heute ziemlich lang ist, such Dir zwei oder drei Dinge aus, die Du wirklich erledigen möchtest. Danach ist Schluss. Freizeit darf ruhig auch tatsächlich frei bleiben.

Komm gut in diesen Samstag – und lass ruhig ein bisschen davon unverplant.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Solltest Du heute eine Excel-Tabelle für Deine Samstagsfreizeit erstellen, ist möglicherweise etwas grundsätzlich schiefgelaufen. 😂

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.

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