Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Zwei Tage waren die Supermärkte geschlossen. Falls Du diese Zeilen liest: Herzlichen Glückwunsch. Du hast es geschafft. 😂🛒
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Montag, der 5. Oktober 2026.

Wir müssen heute über eine außergewöhnliche Situation sprechen.

Am Samstag war Feiertag.

Am Sonntag war Sonntag.

Das bedeutet: Zwei Tage hintereinander waren die meisten Supermärkte geschlossen.

Zwei.

Ganze.

Tage.

Und trotzdem sitzen wir heute Morgen hier.

Wir haben es überlebt. 😂

Wobei es am Freitag zeitweise durchaus so aussah, als wären sich nicht alle Menschen sicher, ob das gelingen würde.

Denn vor zwei geschlossenen Tagen verändert sich das Einkaufsverhalten offenbar ein wenig. Der normale Wochenendeinkauf bekommt plötzlich eine gewisse Dringlichkeit.

Man braucht schließlich Vorräte.

Milch.

Brot.

Gemüse.

Getränke.

Nudeln.

Vielleicht noch etwas fürs Frühstück.

Und offensichtlich sicherheitshalber genug Lebensmittel, um eine mittelgroße Berghütte bis Weihnachten zu versorgen.

Man weiß ja nie.

😂

Ich finde dieses Phänomen faszinierend.

Wir wissen seit Wochen, dass der 3. Oktober ein Feiertag ist. Wir wissen auch ziemlich zuverlässig, dass danach Sonntag kommt.

Das ist keine überraschende Entwicklung.

Niemand sitzt am Freitagabend zuhause, schaut in den Kalender und ruft erschrocken:

„Was? Morgen ist Samstag?“

Und trotzdem entsteht vor solchen Wochenenden gelegentlich eine Einkaufsstimmung, als hätten die Behörden gerade bekannt gegeben, dass sämtliche Geschäfte auf unbestimmte Zeit schließen.

Dabei geht es um zwei Tage.

Natürlich verstehe ich, dass man vorher einkaufen muss. Wenn am Wochenende die Familie kommt, braucht man entsprechend mehr. Wer normalerweise samstags einkauft, muss seinen Einkauf ebenfalls vorziehen.

Vollkommen logisch.

Aber diese ganz besondere Energie vor einem Feiertag?

Die hat etwas.

Und heute folgt vermutlich der zweite Teil.

Der Montag danach.

Denn nach zwei Tagen ohne Einkaufsmöglichkeit fehlen jetzt natürlich Dinge.

Vielleicht tatsächlich die Milch.

Vielleicht das Brot.

Vielleicht haben wir am Wochenende die letzte Tomate gegessen.

Oder – noch dramatischer – der Kaffee geht zur Neige.

Dann hört der Spaß selbstverständlich auf.

Also geht es heute wieder in den Supermarkt.

Und dort treffen vermutlich diejenigen, die ihre Vorräte übers Wochenende erfolgreich vernichtet haben, auf diejenigen, die am Freitag vorsorglich für drei Wochen eingekauft hatten und heute feststellen:

Mist.

Butter vergessen. 😂

Vielleicht zeigt sich an solchen Wochenenden aber auch, wie sehr wir uns daran gewöhnt haben, dass fast alles jederzeit verfügbar ist.

Uns fehlt etwas?

Dann kaufen wir es.

Heute Abend Lust auf etwas anderes zum Essen?

Dann holen wir es.

Milch leer?

Kein Problem.

Außer eben, es ist Feiertag.

Und plötzlich steht man vor dem Kühlschrank und muss mit dem arbeiten, was da ist.

Das kann überraschend kreativ werden.

Da hinten steht noch ein Glas irgendwas.

Im Gefrierschrank liegt etwas, dessen Herkunft nicht mehr eindeutig geklärt werden kann.

Und irgendwo müsste doch noch eine Packung Nudeln sein.

Aus solchen Situationen sind vermutlich einige der interessantesten Abendessen der Menschheitsgeschichte entstanden.

Vielleicht tut es deshalb manchmal sogar ganz gut, wenn die Einkaufstür geschlossen bleibt.

Nicht aus irgendeinem großen Konsumverzicht.

Sondern einfach, weil man feststellt:

Eigentlich ist genug da.

Und falls nicht?

Dann öffnet der Supermarkt heute wieder.

Problem gelöst.

Wir müssen nur noch durchkommen.

Denn wenn heute alle gleichzeitig feststellen, dass nach zwei Tagen dringend eingekauft werden muss, könnte es interessant werden.

Also bleiben wir ruhig.

Wir brauchen eine Packung Milch.

Nicht zwölf. 😂

💡 Tipp des Tages:
Bevor Du heute einkaufen gehst, schau noch einmal in Kühlschrank, Vorratsschrank und Gefrierfach. Manchmal fehlt weniger, als man denkt – und manchmal entdeckt man Dinge, von deren Existenz man längst nichts mehr wusste.

Komm gut in diesen Montag – und falls Du einkaufen musst, wünsche ich Dir einen freien Einkaufswagen und eine kurze Schlange an der Kasse.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Sollte heute im Supermarkt noch genau eine Packung von irgendetwas übrig sein und gleichzeitig ein anderer Mann danach greifen: Bleibt friedlich. Am Dienstag ist auch noch geöffnet. 😂🛒

—

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.

Bei Instagram und Threads teile ich Gedanken, Alltag, Sonnenmomente und das, was zwischen den Zeilen oft auch noch zu mir gehört. Ich freu mich, wenn Du vorbeischaust.