Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Manchmal reicht ein einziger Termin, und der ganze Vormittag ist plötzlich verschwunden. 😂
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Montag, der 26. Oktober 2026.

Eigentlich hatte ich mir den Vormittag ein bisschen anders vorgestellt. Ein Termin beim Arzt, danach wieder nach Hause und ganz normal weitermachen. So zumindest der Plan.

Und Pläne sind ja bekanntlich eine wunderbare Sache.

Vor allem, solange die Wirklichkeit noch nichts davon weiß. 😂

Denn ein Arzttermin am Morgen hat eine ganz besondere Eigenschaft: Man weiß ziemlich genau, wann man dort sein soll. Wann man wieder draußen ist, steht dagegen auf einem völlig anderen Blatt.

Natürlich kann alles wunderbar funktionieren. Man kommt pünktlich dran, die Untersuchung ist schnell erledigt und eine halbe Stunde später steht man wieder auf der Straße.

Es gibt aber auch die andere Variante.

Man wartet. Dann passiert etwas. Dann wartet man wieder. Vielleicht muss noch etwas besprochen werden, vielleicht dauert eine Untersuchung länger oder es kommt einfach etwas dazwischen.

Und plötzlich schaut man auf die Uhr und denkt sich: Moment mal. War nicht gerade noch früher Morgen?

Das Interessante daran ist, dass man selbst eigentlich gar nichts falsch gemacht hat. Man war pünktlich, hat seinen Termin wahrgenommen und alles erledigt, was notwendig war.

Trotzdem fühlt es sich manchmal an, als hätte man den halben Tag verloren.

Dabei ist er ja gar nicht verloren.

Er ist nur anders verlaufen als geplant.

Ich glaube, genau das fällt uns manchmal schwer. Wir haben im Kopf schon eine Vorstellung davon, wie ein Tag aussehen soll. Erst dieser Termin, dann jene Aufgabe, anschließend vielleicht noch etwas erledigen und irgendwann gemütlich einen Kaffee trinken.

Und dann kommt das Leben dazwischen.

Nicht dramatisch. Nicht unbedingt schlimm. Es hält sich nur einfach nicht an unseren Zeitplan.

Gerade bei Arztterminen sollte man sich vielleicht ohnehin ein bisschen mehr Gelassenheit angewöhnen. Schließlich geht man nicht zum Vergnügen dorthin, sondern weil etwas untersucht, kontrolliert oder besprochen werden muss.

Und das darf die Zeit bekommen, die es braucht.

Auch wenn man zwischendurch vielleicht lieber schon wieder zu Hause wäre. 😂

Was mich an solchen Vormittagen inzwischen mehr beschäftigt, ist die Frage, warum wir danach oft versuchen, alles wieder aufzuholen.

Kaum ist man zurück, beginnt im Kopf die Rechnerei. Was wollte ich eigentlich noch machen? Was schaffe ich bis Mittag? Kann ich vielleicht etwas schneller arbeiten? Und warum ist es überhaupt schon so spät?

Dabei könnte man doch auch einfach feststellen: Der Termin hat länger gedauert. Punkt.

Der Rest des Tages beginnt eben ein bisschen später.

Das bedeutet nicht, dass man jetzt doppelt so schnell werden muss.

Vielleicht ist das sogar eine kleine Übung in Gelassenheit. Nicht alles kontrollieren zu wollen. Nicht jede Verzögerung als Ärgernis zu betrachten. Und vor allem nicht ständig das Gefühl zu haben, dass jede Stunde unbedingt möglichst produktiv genutzt werden muss.

Manchmal hat man am Vormittag eben nur eine einzige Sache erledigt.

Aber vielleicht war genau diese eine Sache heute auch die wichtigste.

Und dann darf man anschließend durchaus erst einmal einen Kaffee trinken, durchatmen und schauen, was der Montag noch so vorhat.

💡 Tipp des Tages:
Wenn ein Termin länger dauert als gedacht, versuche nicht automatisch, die verlorene Zeit wieder hereinzuholen. Manchmal ist es entspannter, den restlichen Tag einfach neu beginnen zu lassen.

Komm gut durch diesen Montag. Und falls Dein Vormittag heute auch anders gelaufen ist als geplant: Der Tag ist noch lange nicht vorbei.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Ich finde ja, bei Arztterminen sollte man grundsätzlich zwei Uhrzeiten bekommen: die, zu der man erscheinen soll, und eine ungefähre Prognose, wann man wieder in Freiheit entlassen wird. Wobei ich vermute, dass die zweite Angabe gelegentlich eher in den Bereich der Wettervorhersage fallen würde. 😂

—

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.

Bei Instagram und Threads teile ich Gedanken, Alltag, Sonnenmomente und das, was zwischen den Zeilen oft auch noch zu mir gehört. Ich freu mich, wenn Du vorbeischaust.