Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Kaum ist der November da, wird schon wieder über ihn geschimpft. Dabei hat der arme Kerl noch gar nichts gemacht. 😂🍂
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Montag, der 2. November 2026.

Der November hat es wirklich nicht leicht.

Kaum ist er da, beginnt das große Jammern. Zu dunkel. Zu kalt. Zu grau. Zu nass. Und überhaupt könnte man doch eigentlich gleich zum Dezember übergehen.

Ich finde, das ist ein bisschen ungerecht.

Der November ist gerade einmal zwei Tage alt, und wir haben schon beschlossen, dass er vermutlich nichts Vernünftiges zustande bringen wird.

So möchte ich ehrlich gesagt auch nicht begrüßt werden. 😂

Natürlich verstehe ich die Vorbehalte. Ich bin selbst ein Sonnenmensch. Ich mag Wärme, lange helle Tage und dieses wunderbare Gefühl, dass man abends noch draußen sitzen kann, ohne sich vorher in mehrere Kleidungsschichten einwickeln zu müssen.

Der November bietet davon erfahrungsgemäß eher wenig.

Stattdessen gibt es Nebel, feuchte Gehwege, kahle Bäume und gelegentlich ein Wetter, bei dem man sich fragt, ob der Himmel überhaupt noch andere Farben kennt als Grau.

Aber vielleicht sollten wir ihm trotzdem eine Chance geben.

Schließlich kann der November auch einiges.

Zum Beispiel diese besondere Ruhe, die nach dem bunten Oktober einzieht. Die Natur wird stiller, die Straßen sehen anders aus, und manchmal liegt morgens ein Nebel über der Stadt, der selbst ganz gewöhnliche Häuser ein bisschen geheimnisvoll wirken lässt.

Das kann durchaus schön sein.

Zumindest solange man nicht gerade mit dem Fahrrad durch den Nieselregen fahren muss. 😂

Und dann ist da noch die Sache mit der Gemütlichkeit.

Im Sommer möchten wir möglichst viel draußen erleben. Im November darf es auch einmal ein Abend zu Hause sein. Mit etwas Gutem zu essen, einer schönen Geschichte, Musik oder einem Film, den man schon lange sehen wollte.

Vielleicht sogar mit einer Decke.

Ich finde, Männer dürfen Decken mögen.

Auch ohne dafür eine besondere Erklärung abgeben zu müssen.

Überhaupt könnte der November ein Monat sein, in dem wir uns nicht ständig darüber ärgern, was gerade fehlt, sondern ein bisschen genauer hinschauen, was trotzdem da ist.

Ein sonniger Nachmittag beispielsweise.

Im Juli nehmen wir ihn fast selbstverständlich hin. Im November ist er plötzlich ein kleines Ereignis.

Da schaut man aus dem Fenster und denkt: Sonne! Tatsächlich! Sie lebt noch!

Und schon möchte man wenigstens kurz hinaus.

Vielleicht ist das gar nicht schlecht.

Man lernt wieder, die kleinen Dinge etwas mehr zu schätzen.

Natürlich werde ich deshalb nicht zum begeisterten November-Fanclub-Vorsitzenden. Dafür müsste der Monat schon ein paar wirklich überzeugende Argumente liefern.

Zwanzig Grad und Sonnenschein wären beispielsweise ein Anfang.

Aber ich bin bereit, mit ihm zu verhandeln.

Ein paar schöne Herbsttage, möglichst wenig Dauerregen und ab und zu ein freundlicher Sonnenstrahl.

Mehr verlange ich fürs Erste gar nicht.

Na gut.

Vielleicht noch einen richtig guten Kaffee.

Aber dafür ist der November schließlich nicht zuständig.

💡 Tipp des Tages:
Gib dem November eine Chance, bevor Du ihn innerlich schon abschreibst. Vielleicht hält er ein paar schöne Überraschungen bereit. Und falls nicht, machen wir es uns eben selbst schön.

Komm gut in diesen Montag und in die erste richtige Novemberwoche. Vielleicht wird sie ja schöner, als wir denken.
Man liest sich.
Jürgen

PS:
Lieber November, falls Du das liest: Ich bin grundsätzlich gesprächsbereit. Über mehr Sonne und ein paar Grad zusätzlich können wir jederzeit verhandeln. 😂☀️

—

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.

Bei Instagram und Threads teile ich Gedanken, Alltag, Sonnenmomente und das, was zwischen den Zeilen oft auch noch zu mir gehört. Ich freu mich, wenn Du vorbeischaust.