Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Ich wollte heute Morgen nur ganz kurz aufs Handy schauen. Eine der größten Lügen unserer Zeit. 😂
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Mittwoch, der 2. September 2026.

Nur ganz kurz. Diese drei Wörter haben es in sich. Ich schaue nur ganz kurz aufs Handy. Nur kurz die Nachrichten. Nur kurz schauen, ob jemand geschrieben hat. Nur kurz Instagram. Nur kurz das Wetter. Nur kurz die Mails. Und irgendwann sitzt man da und fragt sich: Moment. Was wollte ich eigentlich machen?

Ach ja. Aufstehen. 😄

Das Smartphone ist schon ein faszinierendes Ding.

Es zeigt uns die Uhrzeit, das Wetter, Nachrichten aus der ganzen Welt, Fotos von Menschen, die wir kennen, Fotos von Menschen, die wir nicht kennen, Termine, E-Mails, Kontostände, Schrittzahlen und wahrscheinlich auch noch, wann wir zuletzt irgendeine App benutzt haben, von deren Existenz wir selbst nichts mehr wussten.

Alles in einem kleinen Gerät. Natürlich greifen wir danach. Das Problem ist nur: Aus *kurz* wird ziemlich schnell *länger*. Und gerade morgens finde ich das interessant. Eigentlich gehört dieser Moment noch uns.

Der Tag hat gerade erst angefangen. Noch ist nichts passiert. Noch hat niemand etwas von uns verlangt. Und dann nehmen wir dieses kleine Ding in die Hand – und plötzlich ist die ganze Welt da.

Nachrichten. Probleme. Meinungen. Werbung. E-Mails. Push-Mitteilungen.

Und irgendein Mensch im Internet erklärt uns vermutlich bereits vor dem Frühstück, was wir heute unbedingt anders machen sollten.

Danke. Ich bin gerade erst wach. 😂

Vielleicht müssen die ersten Minuten eines Tages gar nicht besonders produktiv sein. Aber sie müssen auch nicht sofort der ganzen Welt gehören. Man kann erst einmal aus dem Fenster schauen. Frühstück machen. Kaffee oder Tee trinken. Duschen. Ein paar Schritte gehen.

Oder einfach irgendwo sitzen und langsam wach werden. Die Welt läuft währenddessen weiter. Versprochen.

Und die Nachricht, die um 7:13 Uhr auf dem Handy angekommen ist, wird höchstwahrscheinlich auch um 7:43 Uhr noch dort sein.

Vielleicht ist das inzwischen sogar ein kleiner Luxus: Nicht sofort zu reagieren. Nicht sofort zu wissen, was überall passiert ist. Nicht sofort erreichbar zu sein.

Sondern dem eigenen Tag ein paar Minuten Vorsprung zu geben. Bevor alle anderen hineindürfen. Ich werde mein Handy deshalb morgens natürlich weiterhin benutzen.

Machen wir uns nichts vor. 😄

Aber vielleicht kann aus dem automatischen Griff danach manchmal wieder eine bewusste Entscheidung werden.

Jetzt schaue ich. Oder: Jetzt noch nicht.

Denn diese beiden Wörter gefallen mir eigentlich noch besser als „nur ganz kurz“.

💡 Tipp des Tages:
Probier morgen einmal aus, die ersten 15 Minuten nach dem Aufstehen nicht durch Nachrichten, Social Media oder Mails zu scrollen. Nicht als Digital-Detox und nicht als neue Lebensphilosophie – einfach nur als kleines Experiment.

Komm gut in diesen Mittwoch – und lass Dir heute nicht jedes „nur ganz kurz“ eine halbe Stunde klauen.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Solltest Du Dein Handy morgens als Wecker benutzen, darfst Du es natürlich anfassen. Wir wollen hier schließlich niemanden dazu bringen, eine Viertelstunde lang den Alarm klingeln zu lassen. 😂📱

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
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