Hey Männer,
wir leben mitten in der Stadt.
Kurze Wege. Vieles zu Fuß erreichbar. Bus und Bahn vor der Tür. Und irgendwann haben wir gemerkt: Unser Auto steht eigentlich mehr, als dass es fährt.
Also haben wir vor einigen Jahren eine Entscheidung getroffen. Auto verkauft. Tiefgaragenplatz aufgegeben. Fertig.
Kein Drama. Keine große Geschichte. Keine Einschränkung, die uns plötzlich das Leben schwer gemacht hätte.
Wir haben einfach gemerkt: Wir brauchen kein Auto.
Und trotzdem passiert etwas Interessantes, sobald man das erzählt.
Manche Menschen schauen einen an, als mĂĽsse hinter dieser Entscheidung unbedingt noch etwas anderes stecken.
FĂĽhrerschein weg? Zu viele Punkte? Alkohol? Irgendetwas muss doch passiert sein.
Und genau da denke ich mir manchmal: Warum eigentlich?
Warum fällt es uns so schwer zu glauben, dass jemand bewusst auf etwas verzichtet, das für viele ganz selbstverständlich zum Alltag gehört?
👉 Kein Auto zu haben bedeutet nicht automatisch, auf etwas verzichten zu müssen.
FĂĽr uns bedeutet es eher:
kein Tanken.
Keine Versicherung.
Keine Werkstatttermine.
Kein Tiefgaragenplatz.
Kein schlechtes Gewissen, weil das Auto wieder tagelang nur herumsteht.
Natürlich passt dieses Leben nicht zu jedem. Wer auf dem Land wohnt, lange Arbeitswege hat oder täglich auf ein Auto angewiesen ist, lebt in einer ganz anderen Realität. Darum geht es mir auch gar nicht. Ich will niemandem erklären, dass er sein Auto abschaffen soll.
Ich finde nur spannend, wie schnell aus einer persönlichen Entscheidung ein Rätsel gemacht wird. Manchmal ist die Antwort nämlich erstaunlich unspektakulär: Wir brauchen einfach keines. Und genau deshalb fehlt uns auch nichts.
Vielleicht ist das eine dieser kleinen Freiheiten im Alltag: Nicht das zu besitzen, was man angeblich haben sollte.
Sondern das, was zum eigenen Leben passt.
Und wenn das bei uns kein Auto ist, dann ist das eben so.
Ganz ohne dramatische Vorgeschichte.
Bleib Echt. Bleib Du! 🧡
Man liest sich.
JĂĽrgen


