Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Handy ans Terminal. Nichts. Noch einmal. Nichts. Und plötzlich fällt Dir ein, dass Du irgendwann einmal einen Geldbeutel besessen hast. 😂📱💳
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Freitag, der 18. September 2026.

Es gibt Situationen, in denen man innerhalb weniger Sekunden erstaunlich viele Gedanken haben kann. Zum Beispiel an der Supermarktkasse.

Der Einkauf ist gescannt.
Alles liegt bereits hinter der Kasse.
Der Betrag erscheint.
Du nimmst Dein Handy.
Hältst es ans Terminal.
Und:
Nichts.

Na gut. Kann passieren. Noch einmal. Handy etwas anders halten. Vielleicht näher. Vielleicht weiter weg. Man entwickelt innerhalb kürzester Zeit eine beeindruckende Expertise über den optimalen Winkel zwischen Smartphone und Kartenlesegerät. Noch einmal. Nichts. Und dann beginnt sie. Die leichte Unruhe. 😂

Ist das Handy entsperrt? Ja.
Ist die richtige Karte ausgewählt? Ja.
Noch einmal dranhalten.
Nichts.

Und während Du vorne versuchst, ruhig und souverän auszusehen, spürst Du sie bereits: die Schlange hinter Dir. Niemand sagt etwas. Natürlich nicht. Aber plötzlich glaubst Du, jeden einzelnen Blick im Rücken zu spüren. Es sind vielleicht zehn Sekunden vergangen. Für Dich sind es inzwischen ungefähr 45 Minuten.

Und dann kommt dieser Gedanke: Ich habe doch eine richtige Bankkarte.

Natürlich!
Eine echte.
Aus Plastik.
Wie früher.
Die Frage ist nur: Wo?

Im Geldbeutel. Sehr gut.
Nächste Frage:
Wo ist mein Geldbeutel? 😂

Früher war das einfach. Haus verlassen?
Schlüssel.
Geldbeutel.
Fertig.

Heute?
Schlüssel.
Handy.
Und eigentlich steckt im Handy bereits der halbe Rest des Lebens.

Bankkarte. Fahrkarte. Kundenkarten. Tickets. Reservierungen. Manchmal sogar der Autoschlüssel. Das Smartphone ist längst nicht mehr nur ein Telefon. Es ist eine kleine Kommandozentrale.

Und deshalb fällt einem erst auf, wie viel darin steckt, wenn diese Kommandozentrale plötzlich sagt: Heute nicht.
Vielleicht ist der Akku leer.
Vielleicht funktioniert die Bezahlfunktion nicht.
Vielleicht hat das Terminal schlechte Laune.
Vielleicht liegt es auch an irgendetwas, das man nicht versteht und das nach fünf Minuten plötzlich wieder funktioniert, obwohl man überhaupt nichts verändert hat.

Technik kann das. Das ist eines ihrer Talente.

Und dann stehst Du da.
An der Kasse.
Mit Deinen Einkäufen.
Und denkst plötzlich an etwas, das vor gar nicht so langer Zeit vollkommen selbstverständlich war: Bargeld.

Habe ich eigentlich welches dabei? Kurzer Blick ins Portemonnaie – sofern man es inzwischen gefunden hat. Ein alter Kassenzettel. Zwei Kundenkarten. Ein Pflaster. Eine Münze. Und 1,70 Euro. Der Einkauf kostet 43,82 Euro. Das könnte knapp werden. 😂

Ich zahle gerne digital. Sehr gerne sogar. Es ist schnell. Bequem. Ich muss nicht überlegen, ob ich genügend Bargeld dabeihabe. Und ich möchte auch nicht zurück in eine Zeit, in der ich vor jedem Einkauf erst schauen musste, ob noch genügend Scheine im Geldbeutel stecken.

Aber manchmal frage ich mich schon, wie selbstverständlich wir uns darauf verlassen, dass all diese kleinen digitalen Helfer einfach funktionieren. Meistens tun sie das ja. Und genau deshalb denken wir nicht mehr darüber nach.

Bis zu diesem einen Moment.
Handy ans Terminal.
Nichts.

Und plötzlich bekommt ein Zehn-Euro-Schein, den man irgendwo im Geldbeutel vergessen hat, etwas ausgesprochen Beruhigendes. Vielleicht ist das überhaupt keine schlechte Idee. Nicht als Misstrauen gegenüber Technik. Nicht aus Angst vor der digitalen Welt. Sondern einfach als Plan B. Denn digital ist wunderbar. Bis digital gerade nicht will. Und wenn ich dann mit meinem Einkauf an der Kasse stehe, möchte ich ungern sagen: Könnten Sie die Tiefkühlpizza vielleicht kurz für mich zurücklegen? Ich muss meine finanzielle Infrastruktur neu organisieren. 😂

💡 Tipp des Tages:
Schau heute einmal nach, ob Du für den Fall der Fälle noch eine zweite Bezahlmöglichkeit dabeihast. Eine Bankkarte oder etwas Bargeld reichen schon. Nicht aus Panik – einfach, damit aus einem streikenden Handy kein Abenteuer an Kasse 3 wird.

Komm gut in diesen Freitag – und möge das Bezahlterminal heute mit Dir sein.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Und falls Du Deinen Geldbeutel jetzt suchen musst: Fang nicht dort an, wo Du glaubst, dass er liegt. Wir haben beim Schlüssel bereits gelernt, wie solche Geschichten ausgehen. 😂

Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.

Bei Instagram und Threads teile ich Gedanken, Alltag, Sonnenmomente und das, was zwischen den Zeilen oft auch noch zu mir gehört. Ich freu mich, wenn Du vorbeischaust.