Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Seit ein paar Tagen ist Herbst – und plötzlich scheinen die Bäume das auch mitbekommen zu haben. 🍂😂
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Sonntag, der 27. September 2026.

Seit ein paar Tagen ist Herbst. Steht schließlich im Kalender.

Und kaum haben wir Menschen beschlossen, dass der Sommer jetzt vorbei und der Herbst da ist, scheint draußen plötzlich alles erstaunlich schnell zu gehen. Das Laub wird gelber. Hier leuchtet schon etwas Orange, dort taucht das erste Rot auf. Auf den Gehwegen liegen mehr Blätter.

Man könnte fast meinen, die Bäume hätten am 23. September morgens kurz in den Kalender geschaut und gesagt:

Ach so. Herbst. Na dann mal los. 🍂😂

Natürlich haben sie das nicht. Die Natur hat keinen Kalender.

Kein Baum kennt den Herbstanfang. Kein Blatt weiß, dass wir Ende September haben. Und die Kastanie gegenüber denkt sich vermutlich auch nicht: Mensch, ich muss mich beeilen, in ein paar Tagen ist schon Oktober.

Wir Menschen brauchen solche Daten.

Frühlingsanfang. Sommeranfang. Herbstanfang. Winteranfang.

Wir setzen einen Punkt in den Kalender und sagen: Ab heute ist es so.

Die Natur macht einfach weiter.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum mir in diesen Tagen plötzlich so viele Veränderungen auffallen.

War dieser Baum letzte Woche wirklich noch komplett grün?

Waren gestern schon so viele Blätter auf dem Boden?

War das Licht am Abend vor ein paar Tagen auch schon so anders?

Vielleicht.

Wahrscheinlich sogar.

Nur habe ich nicht so genau hingeschaut.

Jetzt steht Herbst im Kalender – und plötzlich suche ich ihn offenbar überall.

Dann sehe ich das erste richtig gelbe Laub. Die Sonne steht ein bisschen tiefer. Morgens fühlt sich die Luft anders an. An manchen Tagen braucht man beim Rausgehen schon eine Jacke, die man mittags wieder mit sich herumschleppt, weil plötzlich doch 20 Grad sind.

Herbst eben.

Oder Sommer.

Oder irgendetwas dazwischen.

Die Natur scheint mit unseren vier ordentlich voneinander getrennten Jahreszeiten ohnehin nicht besonders viel anfangen zu können. Der eine Baum sieht schon aus, als wäre Ende Oktober. Der daneben steht noch sattgrün da und denkt offenbar überhaupt nicht daran, sich an irgendwelchen Herbstaktivitäten zu beteiligen.

Ich verstehe ihn.

😂

Denn ich gehöre bekanntlich eher zu den Menschen, die dem Sommer noch hinterherwinken, wenn der Herbst längst neben ihnen steht.

Ein warmer Nachmittag Ende September?

Für mich eindeutig Sommerverlängerung.

Noch einmal draußen sitzen?

Natürlich.

Kurze Hose, wenn es irgendwie geht?

Selbstverständlich.

Der Herbst darf kommen. Aber er muss ja nicht gleich so drängeln. 😄

Und trotzdem mag ich diese Tage.

Vielleicht gerade deshalb, weil sich draußen so viel verändert, ohne dass jemand dafür einen Termin angesetzt hat.

Es passiert einfach.

Ganz langsam.

Blatt für Blatt.

Ein bisschen weniger Licht am Abend. Ein bisschen kühlere Luft am Morgen. Ein Baum wird gelb, der nächste lässt sich noch Zeit.

Und irgendwann stehen wir mittendrin und sagen:

Jetzt ist wirklich Herbst.

Obwohl er wahrscheinlich längst da war.

Vielleicht ist das überhaupt etwas, das wir öfter erleben. Wir glauben, etwas habe sich plötzlich verändert, weil wir es plötzlich bemerken.

Dabei hat die Veränderung schon viel früher angefangen.

Leise.

Ohne Ankündigung.

Ohne Kalender.

Manchmal verändert sich eben nicht die Welt von einem Tag auf den anderen.

Manchmal verändert sich nur unser Blick auf sie.

Und vielleicht lohnt es sich gerade deshalb, heute beim Rausgehen einmal ein bisschen genauer hinzuschauen.

Welcher Baum hat schon angefangen?

Wo liegt das erste richtig schöne Herbstblatt?

Wie sieht das Licht aus?

Nicht, weil Herbst im Kalender steht.

Sondern weil draußen gerade etwas passiert.

Ganz ohne Termin.

💡 Tipp des Tages:
Schau heute draußen einmal bewusst nach oben. Nicht aufs Handy, nicht auf die Uhr – auf die Bäume. Vielleicht entdeckst Du einen Herbst, der gestern auch schon da war und Dir nur noch nicht aufgefallen ist. 🍂

Komm gut in diesen Sonntag – egal, ob er sich für Dich nach Herbst, Spätsommer oder irgendwo dazwischen anfühlt.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Ich habe übrigens noch nicht beschlossen, dass der Sommer endgültig vorbei ist. Sollte nächste Woche irgendwo die Sonne bei 24 Grad auftauchen, bin ich bereit, sämtliche Aussagen dieses Morgenblicks zu widerrufen. 😂☀️

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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
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