Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Falls Du schon einmal Dein Handy gesucht hast, während Du es in der Hand hattest: Willkommen. Wir sollten darüber reden. 😂
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Mittwoch, der 14. Oktober 2026.

Es gibt Momente im Leben, in denen man kurz an sich selbst zweifelt.

Man möchte los.

Jacke an.

Tasche dabei.

Schlüssel?

Da.

Geldbeutel?

Auch da.

Handy?

Wo ist mein Handy?

Also schaut man auf den Tisch.

Nichts.

In die Küche.

Nichts.

Vielleicht liegt es am Schreibtisch.

Auch nicht.

Langsam wird man unruhig. Schließlich hatte man es doch gerade noch.

Und dann passiert dieser eine Moment.

Man schaut nach unten.

Das Handy ist in der eigenen Hand.

😂

Nicht irgendwo versteckt.

Nicht unter einem Kissen.

Nicht in einer Jackentasche.

Man hält es fest.

Während man es sucht.

Das muss man auch erst einmal schaffen.

Ähnlich schön funktioniert das mit der Brille.

„Wo ist meine Brille?“

Man schaut auf den Tisch, ins Bad, neben das Bett und irgendwann sagt jemand:

„Auf Deinem Kopf.“

Natürlich.

Da hatte ich noch nicht nachgesehen.

😂

Oder der Schlüssel.

Man tastet die Hosentaschen ab.

Nichts.

Jackentasche.

Nichts.

Tasche durchsuchen.

Nichts.

Bis man feststellt, dass man den Schlüssel die ganze Zeit in einer anderen Hosentasche hatte, die offenbar bei der ersten Kontrolle nicht zum offiziellen Suchgebiet gehörte.

Ich finde diese kleinen Aussetzer faszinierend.

Nicht, weil sie etwas Besonderes wären.

Sondern weil unser Gehirn in solchen Momenten offensichtlich zwei vollkommen unterschiedliche Programme gleichzeitig laufen lässt.

Programm eins sagt:

Wir müssen das Handy finden.

Programm zwei sagt:

Halte bitte dieses rechteckige Gerät fest, während wir suchen.

Dass beide Programme möglicherweise miteinander zu tun haben könnten, wird intern offenbar nicht kommuniziert.

😂

Und natürlich kommt dann gerne der Gedanke:

Werde ich alt?

Nein.

Zumindest nicht wegen des Handys.

Solche Dinge passieren vermutlich vor allem dann, wenn der Kopf schon drei Schritte weiter ist.

Man möchte los, denkt an den nächsten Termin, überlegt, was man noch mitnehmen muss, erinnert sich plötzlich an etwas anderes – und währenddessen laufen die Hände auf Autopilot weiter.

Das Handy wird genommen.

Nur die Information „Handy wurde genommen“ erreicht die zuständige Abteilung im Kopf offenbar nicht.

So stelle ich mir das zumindest vor.

Vielleicht sollte ich mir Sorgen machen, wenn ich irgendwann anfange, mein Handy im Kühlschrank zu suchen.

Wobei …

Auch da möchte ich mich vorsichtshalber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

😂

Besonders interessant wird es übrigens, wenn man zum Suchen moderne Technik einsetzen möchte.

Man könnte das eigene Handy schließlich anrufen.

Gute Idee.

Dafür braucht man nur …

das Handy.

Ach ja.

Wir drehen uns im Kreis.

Aber vielleicht sind genau diese kleinen Momente auch ganz gesund.

Nicht medizinisch.

Sondern fürs Ego.

Man kann morgens noch so überzeugt davon sein, sein Leben vollständig im Griff zu haben.

Und fünf Minuten später läuft man durch die Wohnung und sucht einen Gegenstand, den man festhält.

Das erdet.

😂

Vielleicht sollten wir deshalb gar nicht jedes kleine Vergessen sofort dramatisieren.

Manchmal ist der Kopf einfach voll.

Manchmal sind wir abgelenkt.

Und manchmal schauen wir nach etwas, das längst direkt vor unserer Nase liegt.

Im übertragenen Sinn passiert uns das vermutlich sogar häufiger.

Aber bevor dieser Morgenblick jetzt plötzlich tiefgründig wird, bleiben wir lieber beim Handy.

Das reicht für heute.

💡 Tipp des Tages:
Bevor Du heute eine große Suchaktion startest, überprüfe zuerst Deine Hände, Deinen Kopf und sämtliche Hosentaschen. Das klingt lächerlich – bis es funktioniert.

Komm gut in diesen Mittwoch – und mögest Du heute möglichst wenig Zeit mit der Suche nach Dingen verbringen, die Du längst bei Dir trägst.

Man liest sich.
Jürgen

PS:
Falls Du gerade Deine Brille suchst und diesen Text problemlos lesen kannst, hätte ich da eine erste Vermutung. 😂👓

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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
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