Schönen Guten Morgen! ✌🏻
Eigentlich wollte ich nur kurz mit meinem Kaffee am Fenster stehen. Und plötzlich war ich ganz woanders. ☕🪟
Hier ist Jürgen – Zeit für den Morgenblick!
Heute ist Sonntag, der 13. September 2026.
Kennst Du das? Du stehst am Fenster. Eine Tasse in der Hand. Schaust hinaus. Eigentlich denkst Du an gar nichts Besonderes. Vielleicht beobachtest Du die Straße. Ein paar Menschen sind unterwegs. Irgendwo fährt ein Auto vorbei. Die Wolken ziehen. Vielleicht scheint die Sonne.
Ein ganz normaler Morgen. Und dann passiert es. Plötzlich bist Du woanders. Nicht wirklich natürlich. Aber im Kopf. Irgendetwas hat eine Tür geöffnet. Vielleicht war es das Licht.
Ein bestimmter Geruch. Ein Geräusch von draußen. Ein Lied aus einer Wohnung. Oder überhaupt nichts, das Du später noch benennen könntest. Und plötzlich erinnerst Du Dich. An einen Ort. Einen Menschen. Einen Urlaub. Eine Wohnung, in der Du einmal gelebt hast. An irgendeinen Sommer vor vielen Jahren. Oder an einen vollkommen unspektakulären Moment, von dem Du bis gerade eben nicht einmal wusstest, dass Dein Kopf ihn aufgehoben hat.
Ich finde Erinnerungen manchmal erstaunlich. Wir speichern offenbar Dinge, ohne zu wissen, dass wir sie speichern. Natürlich erinnern wir uns an die großen Momente. An besondere Tage. An Menschen. An Reisen. An Veränderungen. Aber manchmal taucht etwas ganz anderes auf. Ein Frühstück irgendwo. Eine Autofahrt. Ein bestimmtes Zimmer. Der Geruch eines Treppenhauses. Ein Nachmittag, an dem eigentlich überhaupt nichts Besonderes passiert ist.
Und plötzlich ist alles wieder da. Nicht vollständig. Eher wie ein kleines Bild. Ein Gefühl. Für ein paar Sekunden vielleicht. Manchmal schön. Manchmal ein bisschen wehmütig. Manchmal so weit weg, dass man sich fragt: War das wirklich einmal mein Leben?
Ja. War es.
Und vielleicht ist genau das das Schöne daran. Wir tragen viel mehr von unserem Leben mit uns herum, als uns im Alltag bewusst ist. Nicht nur auf Fotos. Nicht nur in irgendwelchen Ordnern oder alten Nachrichten. Sondern irgendwo in uns. Und manchmal braucht es nur einen völlig gewöhnlichen Sonntagmorgen, damit etwas davon wieder auftaucht.
Ich glaube, man sollte solche Momente nicht sofort wegschieben. Nicht gleich zum Handy greifen. Nicht überlegen, was als Nächstes zu tun ist. Einfach noch einen Moment dort stehen. Mit der Tasse in der Hand. Und schauen, wohin der Kopf gerade gegangen ist.
Vielleicht besucht man für ein paar Minuten einen Menschen, den man lange nicht gesehen hat. Vielleicht eine frühere Version von sich selbst. Vielleicht einen Ort, an den man irgendwann noch einmal zurück möchte. Oder einfach einen Moment, der schön war. Man muss daraus nichts machen. Keine große Erkenntnis. Keinen Plan. Keine Lebensweisheit. Die Erinnerung darf einfach da sein. Ein paar Minuten. Und irgendwann geht sie wieder. Dann steht man noch immer am selben Fenster.
Draußen ist noch dieselbe Straße. Der Tag wartet. Nur der Kaffee? Der ist inzwischen wahrscheinlich kalt geworden. Aber vielleicht war es das wert.
💡 Tipp des Tages:
Wenn Dich heute eine schöne Erinnerung unvermittelt erwischt, bleib ruhig einen Moment bei ihr. Nicht jede Reise braucht einen Koffer. Manche dauert nur ein paar Minuten im Kopf.
Komm gut in diesen Sonntag – und wenn heute eine Erinnerung bei Dir vorbeischaut, lass sie ruhig kurz herein.
Man liest sich.
Jürgen
PS:
Solltest Du Deinen Kaffee dabei völlig vergessen haben: Aufwärmen ist erlaubt. Erinnerungen schmecken schließlich auch mit der zweiten Runde. ☕😄
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Der Morgenblick ist mein täglicher Gruß an Dich.
Und wenn Du magst, geht’s auf @jkpertl weiter.
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