Hey Männer,
ich liebe die Sonne. Das dürfte inzwischen kein Geheimnis mehr sein. Ich mag die Wärme, das Licht, die langen Tage. Ich mag kurze Hosen, offene Fenster und dieses Gefühl, dass das Leben draußen stattfindet.
Während andere bei 25 Grad schon nach Schatten suchen, denke ich meistens: Da geht noch was. Aber ganz ehrlich? Wenn es richtig tropisch wird, legt es irgendwann auch mich lahm.
Wenn die Luft selbst am Morgen schon schwer im Raum steht. Wenn die Wohnung die Wärme speichert, als wolle sie sie für den Winter aufheben. Wenn jede Bewegung plötzlich doppelt so anstrengend wirkt und selbst der Kopf langsamer arbeitet.
Dann wird aus meiner geliebten Sommerwärme irgendwann eine zähe Angelegenheit.
Ich sitze da, schaue auf meine Aufgaben und denke: Eigentlich müsste ich jetzt loslegen. Der Körper antwortet nur: Heute vielleicht etwas langsamer. Und das ist für mich gar nicht so einfach.
Denn ich mag es, wenn etwas vorangeht. Ich möchte arbeiten, schreiben, Ideen umsetzen und den Tag nutzen. Aber tropische Hitze interessiert sich nicht für meine Pläne.
Sie bremst. Sie macht müde. Sie zwingt mich, mein Tempo anzupassen.
Vielleicht ist genau das die kleine Lektion dieser heißen Tage: Auch etwas, das man liebt, kann irgendwann zu viel werden.
Das gilt für die Sonne. Für Arbeit. Für Termine. Und manchmal sogar für die eigenen Ansprüche.
Ich werde deshalb nicht plötzlich zum Sommermuffel. Ganz bestimmt nicht.
Ich freue mich weiterhin über jeden warmen Tag. Aber ich erlaube mir inzwischen auch, bei 35 Grad nicht so zu tun, als wäre ich eine unerschöpfliche Solaranlage.
Dann gibt es eben mehr Wasser. Mehr Schatten. Mehr Pausen. Und vielleicht auch ein bisschen weniger von dem, was angeblich heute noch unbedingt erledigt werden muss.
Ich liebe die Sonne. Aber wenn es tropisch wird, darf auch ein Sommermensch mal schlappmachen.
Das ist keine Schwäche. Das ist einfach nur menschlich.
🧡 Bleib Echt. Bleib Du!
Man liest sich.
Jürgen


